In den meisten Regionen dauern die Warnstreiks laut den Verdi-Ankündigungen bis in die Nacht auf Sonntag. Mancherorts begann der Ausstand schon am Donnerstag, etwa in Magdeburg. Und auch am Sonntag könnten noch einige Nahverkehrsunternehmen von Ausständen betroffen sein.
Bremer Grüne verschieben Mitgliederversammlung
So werden zum Beispiel in Bremen Warnstreiks bis in die Nacht auf Montag angekündigt. Alle Busse und Bahnen der Bremer Straßenbahn AG stehen bis Montag, 3.00 Uhr, still. Die Grünen verschoben deswegen ihre für Samstag geplante Landesmitgliederversammlung auf Mitte April. Die Partei sorgte sich um Probleme bei der Anreise ihrer Mitglieder.
In einem Landkreis in Sachsen-Anhalt wird sogar von Donnerstag bis einschließlich Sonntag gestreikt, also vier Tage lang. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen läuft der Ausstand nur am Freitag. Rostock als größte Stadt des Bundeslandes blieb zunächst verschont. Dort soll es am 9. März zum Warnstreik kommen.
Lösung des Tarifkonflikts noch nicht in Sicht
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Nach Ansicht von Verdi kamen die Gespräche zuletzt kaum voran. Auch die Arbeitgeber beklagten zuletzt fehlenden Fortschritt bei den Verhandlungen. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), das größte ÖPNV-Unternehmen in Deutschland, kritisierten beispielsweise, dass Verdi bisher nicht klargemacht habe, welche Forderungen die Gewerkschaft am wichtigsten findet.
Wann es zu Tarifeinigungen kommen könnte, ist völlig offen. Die Verhandlungen verlaufen regional sehr unterschiedlich - kurz vor einem Abschluss schienen sie zuletzt aber nirgends zu sein.