In Berlin will Schwarz - wie alle seine Vorgänger - der "großen Oper" viel Raum geben, den "großen Schinken" von Verdi und Wagner, wie er sagte, aber auch den Franzosen des 19. Jahrhunderts. Dafür könne er auf die Zusammenarbeit mit Generalmusikdirektor Donald Runnicles setzen, der über Wowereit ausrichten ließ, er sei von dem Votum begeistert.
Seine Forderung, je Spielzeit sechs Premieren anzusetzen und damit seine künstlerische Handschrift zu schärfen, sei vom Senat mit wohlwollender Zustimmung erwidert worden, sagte Schwarz. Allerdings ist das eine Rechnung mit einigen Unbekannten. Wowereit betonte zwar, die Opernhäuser seien auf sicheren finanziellen Beinen. Doch der Haushalt für 2013 ist noch offen, in der hoch verschuldeten Stadt wird um jeden Euro gestritten - auch unter den Opernhäusern.