Bergwacht im Fichtelgebirge 100 Jahre als Retter in der Not

Matthias Grünler
Bereitschaftsleiter der Bergwacht Wunsiedel Ralf Wippenbeck (rechts) und sein Stellvertreter Johannes Hofmann eröffnen im Luisenburg-Resort die Ausstellung „100 Jahre Bergwacht im Fichtelgebirge 1922-2022“. In der Mitte Gastwirt Milan Skopovy Foto: /Matthias Grünler

Die Bergwacht feiert dieses Jahr Geburtstag. Auf der Luisenburg ist die Geschichte der Naturschützer und Retter von Menschen aus schwierigem Gelände anschaulich demonstriert.

Die Bergwacht im Fichtelgebirge wird 100. Ihre Geschichte von der Gründung einer Bergwacht-Abteilung des Fichtelgebirgsvereins (FGV) im Jahr 1922 zur heutigen Region Fichtelgebirge in der Bergwacht Bayern ist nun in einer Wanderausstellung anschaulich dokumentiert. Sie ist im Luisenburg-Resort bis zum Ende der Festspiel-Saison Anfang September präsent und wird kurzzeitig auch an anderen Standorten zu sehen sein.

Spannende Geschichte

Insgesamt neun Roll-ups führen durch die spannende Geschichte, von den einfachen und meist provisorischen Anfängen bis hin zu einem modernen Rettungsdienst im Bayerischen Roten Kreuz (BRK).

So wird anschaulich illustriert, wie damals die Männer der Natur- und Sittenwacht dem Vandalismus in der Natur entgegentraten. Auch heute ist die Bergwacht anerkannter Partner der Naturschutzbehörden in den Landratsämtern und aktiv im Natur- und Umweltschutz tätig.

Von der Trage bis zum Hubschrauber

Kernaufgabe der Bergwacht ist heute jedoch die Rettung aus jedem Gelände. Diese Entwicklung wird in der Ausstellung von der Trage bis zum Hubschrauber veranschaulicht. Im Bedürfnis aller Kameraden und Kameradinnen, Leben zu retten, Unfallfolgen zu vermeiden und Schmerzen zu lindern, ist der An- und Abtransport im Gelände besonders zeitraubend und aufwendig.

Dokumentiert sind in der Ausstellung auch die gestiegenen Ansprüche in der Notfallmedizin nach der Verabschiedung des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes von 1974. Dadurch wurde das freiwillige Engagement um einen öffentlichen Auftrag ergänzt. Neue Herausforderungen entstanden im Laufe der Zeit durch neue Freizeitaktivitäten, den gesellschaftlichen Wandel oder die Klimaveränderung. Eine ständige Anpassung war und ist deshalb auch im Fichtelgebirge erforderlich.

 

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