Wie das Landratsamt mitteilte, wurde eine 39-jährige medizinische Fachangestellte des MedCenters Bayreuth, die im Nachbarlandkreis Tirschenreuth wohnt, mit typischen Krankheitssymptomen am Montag, 16. März, zur stationären Behandlung im Klinikum Bayreuth aufgenommen. Sie befindet sich in stabilem Gesundheitszustand.

Derzeit werden vom Gesundheitsamt die Patienten ermittelt, die in der Praxis vom 9. bis 12. März und am 16. März Kontakt zu der Mitarbeiterin hatten.

Das MedCenter musste aufgrund der Kontakte zu den Mitarbeitern dort am Dienstag  geschlossen werden. Die Ansteckungsquelle der Frau konnte bisher noch nicht ermittelt werden; ist jedoch im privaten Umfeld zu vermuten.

Positiv getestet wurde ein 47-jähriger Pegnitzer, der sich in den Faschingsferien in Südtirol aufgehalten hat. Der Mann weist keine Symptome auf. Er wurde unter häusliche Quarantäne gestellt.

Ebenfalls positiv getestet wurde ein 46-jähriger Bayreuther, der sich ebenfalls zum Skifahren in Südtirol aufgehalten hatte. Auch dieser Mann ist symptomfrei. Er wurde unter häusliche Quarantäne gestellt.

Eine 41-jährige Frau aus dem Stadtgebiet von Pottenstein wurde wegen bestehender, leichterer Krankheitssymptome getestet und wies ein positives Testergebnis auf. Die Ansteckungsquelle konnte auch in diesem Fall bisher nicht ermittelt werden. Die Frau befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Damit haben sich insgesamt zwölf Personen in Stadt und Landkreis Bayreuth mit dem Virus infiziert. Bei den zwei ursprünglich positiv getesteten, symptomfreien Personen aus Goldkronach konnte der Virus bereits nach zwei Wochen nicht mehr nachgewiesen werden. Bei allen Kontaktpersonen des Ehepaars haben sich bisher keine Infektionen nachweisen lassen.

Das Gesundheitsamt Bayreuth empfiehlt dringend allen Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Landkreis Bayreuth, insb. wenn sie einer Risikogruppe angehören, von nicht zwingend erforderlichen Kontakten außerhalb des engen, persönlichen Umfelds abzusehen. Insbesondere sollte auf Besuche in Alten- und Seniorenheimen, aber auch in Krankenhäusern bis auf Weiteres verzichtet werden, um die Bewohner bzw. Patienten dort nicht zu gefährden.