Es sind dieses Jahr Stellen gekürzt worden - warum?
Die Antwort fällt unterschiedlich aus - je nachdem, wen man fragt. Die Verbraucherzentrale teilte mit, das Land Hessen habe ihre Mittel zu Jahresbeginn um 600.000 Euro reduziert. Das zuständige Landwirtschaftsministerium erklärte dagegen, die Verbraucherzentrale leiste hervorragende Arbeit und werde "auch weiterhin in substanziellem Umfang institutionell gefördert". Im Haushalt 2026 stünden dafür mehr als 2,8 Millionen Euro zur Verfügung.
Es finde keine Kürzung der regulären institutionellen Förderung statt. Die Sonderförderung von 600.000 Euro von 2023 bis 2025 sei von Beginn an befristet gewesen - als Reaktion auf den hohen Beratungsbedarf infolge der Energiepreiskrise. Nach der Stabilisierung der Energiemärkte sei dieser besondere Bedarf entfallen, die Förderung planmäßig ausgelaufen.
Auf diese Aussage angesprochen antwortete Wendt: "Ich halte mich für so einen vernünftigen Unternehmer, dass ich nicht langfristiges Personal einbaue, wenn für mich erkennbar ist, dass ich das Geld dafür nicht habe." Eine "Vergangenheitsdebatte" halte er aber für wenig zielführend. Entscheidend sei nun eine langfristige und bedarfsgerechte Finanzierung der Verbraucherzentrale.
Haben die Kürzungen Auswirkungen auf die Beratung?
"Das Beratungsangebot ist natürlich insgesamt zurückgegangen, dadurch dass weniger Beratungskapazitäten zur Verfügung stehen", sagte der Vorstand. Elf Menschen hätten die Verbraucherzentrale verlassen müssen, das seien zusammen mit Teilzeitregelungen zehn Vollzeitäquivalente. Das Gute sei aber, dass keine Beratungsstellen geschlossen werden müssten.