Wie soll künftig die Zusammenarbeit laufen?
Dobrindt hat einen Entwurf für einen "neuen Rechtsrahmen" angekündigt, damit Bund, Länder und Kommunen in Krisen, aber auch im Spannungs- und Verteidigungsfall klare Leitlinien haben. Ein Kritikpunkt aus der Praxis bisher ist, dass Fortbildungsangebote des Bundes für Landräte und andere Katastrophenschutz-Verantwortliche freiwillig sind, eine Verpflichtung zur Teilnahme existiert nicht. Für eine stärkere Verzahnung zwischen der zivilen und militärischen Planung richtet das Bundesinnenministerium einen "Steuerungsstab Kommando Zivile Verteidigung" ein.
Was können und sollen Bürgerinnen und Bürger tun?
Das BBK bietet bereits Checklisten an. Die sollen helfen, sich auf verschiedene Krisenszenarien vorzubereiten. Zu dem, was jeder vorrätig haben sollte, zählen demnach unter anderem mehrere Liter Trinkwasser, Feuerzeug, Camping-Grill und ein solarbetriebenes Radio sowie ein Schlafsack und Verbandsmaterial. In diesem Jahr legt das BBK eine Selbstschutzkampagne mit Handlungstipps auf. Bildungspolitik ist zwar Ländersache. Der Bund will aber "auf die zunehmende Verankerung von Zivilschutz bereits im Schulunterricht hinwirken".