Benefizkonzert Orgel & Friends

Emilia Adler (rechts) mit ihren Geigenschülerinnen Miriam Otto (links) und Leonie Gundel in der Stadtkirche. Foto: Andreas Harbach

Das Programm wurde in kurzer Zeit auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „Orgel & Friends“ gab es am Sonntag in der Bayreuther Stadtkirche ein Benefizkonzert für die humanitäre Hilfe in der Ukraine. Musiziert wurde an der Orgel, mit Horn, Trompete und einem Geigenensemble.

Pfarrer Carsten Brall war mit dem Ergebnis sehr zufrieden und sprach von einer überdurchschnittlichen Spendenbereitschaft der Besucher. Rund 60 Personen waren am Sonntag in die Stadtkirche gekommen. Insgesamt wurden bei dem Benefizkonzert knapp tausend Euro gesammelt. Der Erlös kommt der humanitären Hilfe an Flüchtlingen in der Ukraine zugute.

Frauen und Kinder haben die Stadt verlassen

Das Pfarrersehepaar Brall ist seit vielen Jahren mit der Suchtkranken-Arbeit in der derzeit umkämpften Stadt Mariupol verbunden. Nach wie vor bestehen briefliche Kontakte zu den Helfern vor Ort.

Im Konzert in der Stadtkirche wurden Ausschnitte aus aktuellen Briefen vorgelesen. Unter anderem ging es darin um die Flucht durch Korridore aus der Stadt und das Gefühl der Angst, ob man es auch wirklich schaffen werde.

Wie Carsten Brall sagte, hätten inzwischen viele Mitarbeiterinnen des Vereins Mission für Südosteuropa mit ihren Kindern die Stadt verlassen. Die Männer seien nach wie vor in Mariupol und würden versuchen, Brennstoff zu organisieren oder humanitäre Hilfe zu transportieren.

Unmittelbarkeit des Krieges

Carsten Brall spricht von der Unmittelbarkeit des Krieges und sagt: „Das sind Menschen, die wir kennen.“ Manja Brall hatte nach ihrem Studium als Volontärin in Mariupol gearbeitet.

Beim Konzert in der Bayreuther Stadtkirche musizierten Rene Bauer, Trompete; Eckhard Bosch, Horn; Schülerinnen aus der Geigenklasse von Emilia Adler und Michael Dorn an der Orgel. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „Verleih uns Frieden gnädiglich“ erklang abschließend Musik für Orgel und Trompete.

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