Beim Studentenwald Bayreuther Schulkinder pflanzen 7000 Bäume

Zwischen Schwedenbrücke und Studentenwald wächst Bayreuth in die Höhe: 7.000 Setzlinge sollen den Süden der Stadt begrünen.

In einer Pflanzaktion wird der ehemalige Acker aufgeforstet. Foto: Stadt Bayreuth

Wo bis vor Kurzem noch Ackerland lag, wächst nun Zukunft. An der Schwedenbrücke, direkt neben dem Studentenwald, entsteht auf rund zwei Hektar Fläche ein neuer Mischwald. Rund 7.000 junge Bäume setzten Bayreuther Schulkinder am Freitag. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt, Schulen, Sponsoren und Ehrenamtlichen, wie die Stadt in einer Medienmitteilung bekannt gibt.

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Seit Monaten in Planung

Die Initiative kam vom Round Table 98 Bayreuth. Der Serviceclub hatte sich mit dem Wunsch an die Stadt gewandt, eine größere Aufforstungsaktion zu unterstützen und so einen sichtbaren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Stadtgartenamt griff die Idee auf, entwickelte gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Stadtförsterei ein Konzept – und stellte die Fläche bereit. Der Ferienausschuss des Stadtrates gab im August sein Ja zur Aktion. Finanziell getragen wird das Projekt vollständig von Round Table 98 und den Sponsoren, GMK Marke. Design. Digital., PraxisKlinik Eulert und Möbel Gebhart.

Beim Pflanztermin packen gut 260 Kinder aus mehreren Bayreuther Schulen mit an. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger war am Freitag mit dabei und dankt den Sponsoren und den Kindern für ihren Einsatz.

Die Aufforstung soll nicht nur den Verlust an Waldfläche ausgleichen, der durch die neu angelegten Weiher im Studentenwald entstanden ist, sondern langfristig auch zum stabilen Stadtklima beitragen. Gepflanzt werden 19 verschiedene Baumarten – von Stiel-, Trauben- und Flaumeichen über Ahorn, Nussbäume, Vogelkirschen und Esskastanien bis hin zu Mehl- und Elsbeeren. Ergänzt wird das Ensemble durch einzelne Schwarzkiefern, Libanonzedern und Bergmammutbäume.

Alle 19 Arten haben gute Zukunftschancen im Klimawandel, da ihre Trockenheits- und Hitzetoleranz ein gutes Wachstum auch unter prognostizierten Klimabedingungen erwarten lässt. Insgesamt setzt die Stadt Bayreuth auf Artenvielfalt, so, dass bei Ausfällen einer Art nicht der gesamte Waldbestand in Gefahr gerät.

Die jungen Setzlinge sind zum Zeitpunkt der Pflanzung rund einen Meter hoch. In den kommenden Jahren sollen sie sich durch forstliche Pflege zu einem widerstandsfähigen Mischwald entwickeln. Immer wieder werden einzelne Bäume entnommen, damit die stärksten Exemplare Platz zum Wachsen bekommen.