Einsatzkräfte gefordert Zwölf Verletzte bei Unfällen auf A9 und A93

Die Hofer Verkehrspolizei ist am Freitagnachmittag stark gefordert. Mehrmals kracht es auf den hochfränkischen Autobahnen. Insgesamt werden zwölf Menschen verletzt, zum Teil schwer.

 
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Zuerst ist es auf der A9 in Richtung Hof inmitten der Baustelle bei Münchberg zu einem folgenschweren Auffahrunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen gekommen. Fünf Personen wurden leicht, zwei schwer verletzt:

Gegen 14 Uhr fuhr ein 49-jähriger Reiserückkehrer aus Schweden mit seinem Auto auf der linken Spur. Es war viel los auf der A9. Der Verkehr stockte immer wieder. Der 49-Jährige musste daher stark bremsen. Hinter ihm war ein Auto mit dänischem Kennzeichen unterwegs. Dessen 73-jähriger Fahrer erkannte die Situation zu spät. Nahezu ungebremst fuhr er auf den Wagen des Schwedens auf.

Folglich krachten zwei weitere Fahrzeuge in das Heck des Wagens mit dänischem Kennzeichen. Der 73-jährige Unfallverursacher sowie dessen Beifahrerin wurden schwer verletzt. Die Insassen der zwei nachfolgenden Fahrzeuge wurden jeweils leicht verletzt, darunter ein elfjähriges Kind.

Durch die hohe Zahl an Verletzten war die A9 in Richtung Berlin während des Rettungseinsatzes gesperrt. Insgesamt waren vier Rettungswägen und ein Notarzt im Einsatz. Zur Bergung der total beschädigten Fahrzeuge wurden drei Abschleppwägen benötigt. Die Verletzten kamen in umliegende Kliniken. Der Schaden beträgt etwa 75.000 Euro. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Der Unfallverursacher erhält nun eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie eine Anzeige nach der Straßenverkehrsordnung. Das berichtet die Hofer Verkehrspolizei am Samstagmorgen.

Dann kracht's in der Gegenrichtung

Noch während der Unfallaufnahme in der Baustelle kam es zu einem weiteren folgenschweren Auffahrunfall auf der A9 - diesmal in Richtung Bayreuth. Kurz nach der Ausfahrt Hof-West stockte der Verkehr wegen des Rückstaus an der Baustelle bei Münchberg. Dies erkannte ein 18-jähriger Autofahrer aus Ansbach zu spät. Er fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf den Wagen eines 65-jährigen Ansbachers auf. 

Durch den heftigen Aufprall wurde das Auto des Fahranfängers nach rechts weggeschleudert. Der 18-jährige Unfallverursacher und der 65-Jährige kamen leicht verletzt ins Krankenhaus. Es liefen große Mengen Betriebsstoffe aus. Die Feuerwehren Selbitz, Lipperts und Münchberg sowie die Autobahnmeisterei Münchberg waren im Einsatz.

Der Schaden beträgt 33.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren total beschädigt. Sie wurden abgeschleppt. Auch dieser Unfallverursacher erhält eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Autofahrerin fährt in Wildschutzzaun und gegen Baum

Eine 63-jährige Chemnitzer Autofaherin war ebenfalls auf der A9 unterwegs. An der Anschlussstelle Münchberg-Süd wurde ihr eigenen Angaben zufolge plötzlich schwarz vor Augen. Sie kam nach rechts von der Fahrbahn ab und durchbrach einen Wildschutzzaun. Mehrere Meter fuhr sie durch ein Maisfeld und krachte schließlich gegen einen Baum. Der Airbag wurde ausgelöst, die Fahrerin wohl dadurch nur leicht verletzt. Sie kam ins Krankenhaus. Am Fahrzeug, dem Wildschutzzaun sowie dem Maisfeld entstand ein Schaden in Höhe von etwa 10.500  Euro. Das völlig beschädigte Fahrzeug wurde abgeschleppt. Die Fahrerin erhält eine Anzeige.

Schließlich kam auf der A93 in Richtung Weiden kurz vor der Anschlussstelle Hof Ost ein 63-jähriger Autofahrer aus Mittweida wegen gesundheitlicher Probleme nach rechts von der Autobahn ab. Er krachte gegen die rechte Leitplanke. Durch die Wucht des Aufpralles wurde die Vorderachse aus dem Wagen herausgerissen. Der Fahrer sowie dessen 62-jährige Ehefrau wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Sie kamen mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus. Der Schaden beträgt etwa 17.000 Euro. Der total beschädigte Wagen wurde abgeschleppt. Die Autobahnmeisterei Rehau war im Einsatz.

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