Bei Chernomaz-Debüt Tigers unterliegen nach Verlängerung

Siegmund Dunker

Die Bayreuth Tigers haben ihrem neuen Cheftrainer Rich Chernomaz zum Einstand zumindest einen Punkt beschert. Der Tabellenletzte der DEL2 unterlag am Freitagabend den Ravensburg Towerstars mit 3:4 (1:0, 1:0, 1:3, 0:1) nach Verlängerung und verpasste es damit, erstmals in dieser Saison zwei Siege in Serie zu feiern.

Die Bayreuther begannen so, wie sich das Chernomaz von seinen Mannschaften wünscht. Sie betrieben einen hohen läuferischen Aufwand und suchten immer wieder das Körperspiel. Die Ravensburger hatten mit der aggressiven Spielweise der Gastgeber anfangs große Probleme. Und so gingen die Tigers in der neunten Minute verdientermaßen in Führung, nachdem Branden Gracel erfolgreich den Spielaufbau der Gäste gestört und dann die Scheibe von Ville Järveläinen am zweiten Pfosten zurückerhalten hatte. Bei seinem fünften Saisontor ließ der Kanadier dem Ravensburger Goalie Jonas Langmann keine Abwehrchance.

Der Rückstand war ein Weckruf für die Oberschwaben, die danach etwas besser ins Spiel fanden. Mit einer starken Parade gegen Charlie Sarault verhinderte Bayreuths Torwart Olafr Schmidt den Ausgleich (14. Minute). Im Mitteldrittel nahm der Druck der Ravensburger zu. Die Tigers verteidigten diszipliniert und leidenschaftlich, hatten aber auch Glück, dass Sam Herr (27.) und Maximilian Hadraschek (30.) gute Chancen liegen ließen. Zwei Undiszipliniertheiten nutzten die Bayreuther dann jedoch aus, um in Überzahl durch einen Hammer von Kapitän Ville Järveläinen auf 2:0 zu erhöhen (36.).

Im Schlussabschnitt standen die Bayreuther zunächst stabil, fingen sich dann allerdings durch Fabian Dietz (49.) und Charlie Sarault (50.) zwei Gegentore binnen 69 Sekunden ein. Die Tigers wackelten nun, und zu allem Überfluss musste Schmidt verletzt vom Eis. Aus dem Nichts gingen die Bayreuther wieder in Führung. Nach einem Schuss von Eric Stephan prallte die Scheibe von der Bande zurück vors Tor, wo Travis Ewanyk goldrichtig stand und zum 3:2 vollendete (58.). Doch nur 27 Sekunden später fanden die Ravensburger die passende Antwort, als Dietz im Slot sträflich freistand – 3:3. In der Verlängerung bekamen die Gäste nach nur sieben Sekunden nach einem Foul der Tigers einen Penalty zugesprochen, den Herr durch die Schoner von Steinhauer zum Sieg verwandelte.

 

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