Hof/Coburg/Bayreuth - Dieser Satz stammt wahrscheinlich von einem Gast, der sein Wirtshaus liebte: „Wo die Wirtschaft stirbt, stirbt der Ort“ – und er leitet eine Studie der Universität Eichstätt ein, die das Phänomen Wirtshaussterben bereits im Jahr 2013 unter die Lupe genommen hat. Mittlerweile hat die Corona-Pandemie das Problem weiter verschärft, viele Menschen haben ihr geliebtes Wirtshaus monatelang schmerzlich vermisst. Manche Gastronomen können oder wollen womöglich gar nicht wieder öffnen. An diese Gäste und an die Eigentümer bedrohter Gaststätten wendet sich jetzt eine ungewöhnliche Initiative von Wirtshaus-Rettern: „Wir wollen dem Wirtshaussterben etwas entgegensetzen und eine bayerische Traditionswirtschaft in unsere Obhut nehmen“, sagt Andreas Hänel, Mitglied im Vorstand der Stiftung Kulturerbe Bayern, „und sie wieder zu einem lebendigen Ort machen“.