Dunkle, leicht gewellte kurze Haare, eine weiße, hochgeschlossene Bluse, eine lange Halskette und ein leichtes Lächeln: so sitzt die junge Christiane auf dem Foto, dem ältesten, das Elke Kassulat im Nachlass ihrer Mutter fand. Mit auf dem Bild sind die Schwester und der Bruder von Christiane Gick zu sehen sowie ihre Mutter. Die Namen von Mutter und Schwester weiß die 70-Jährige nicht mehr. Aber dass der Sohn Lorenz hieß und dass die Familie in Ziegelhütte, einem Ortsteil von Nemmersdorf, wohnte. Wann der Umzug nach Bayreuth erfolgte, lässt sich heute in der Familie nicht mehr erfahren. Bekannt ist nur, dass die am 2.März 1889 geborene Christiane Hammon als Arbeiterin in der Bayreuther Weberei tätig war. Und dass sie in jungen Jahren schon Mutter wurde. 1909 kam ihr erster Sohn Lorenz zur Welt. „Den Vater wollte sie partout nicht heiraten“, sagt ihre Enkeltochter Elke. Lorenz trug deshalb den Mädchennamen seiner Mutter. Der von allen Lenz genannte Sohn starb 1978. Er sollte kein Einzelkind bleiben. 1914 kommt Tochter Alma zur Welt, ihre Mutter trug zu diesem Zeitpunkt den Familiennamen Gick. Mehr als der Nachname ist in der Familie nicht über den Mann bekannt, den Christiane geheiratet hat. Ob er im Ersten Weltkrieg umgekommen ist oder erst danach starb, wissen Elke Kassulat und ihr Enkelsohn Daniel nicht. Tochter Alma starb 2006.