Bayreuther Dialoge Was bedeutet Freiheit in diesen Zeiten?

Ute

Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, TV-Journalist Frank Plasberg und der frühere CDU-Ministerpräsident Armin Laschet: Sie alle sind Diskussionsgäste bei den Bayreuther Dialogen 2022 an der Universität Bayreuth.

Die jungen Männer und Frauen, die Philosophie und Ökonomie in einer einzigartigen Kombination hier studieren, organisieren das Gesprächsformat traditionell nach dem ersten Studienjahr. Genau genommen seit dem Jahr 2004 und unter der Federführung von Alexander Brink, Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik.

Wer gewinnt den Vorbildpreis?

Dabei suchen sich die Studierenden ein Oberthema, zu dem sie Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft einladen. Wirtschaftliche und philosophische Fragen, die wissenschaftlich fundiert beleuchtet werden. Dazu werden Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen angeboten. Der erste Tag, in diesem Jahr der 29. Oktober, wird mit einem Dialoge-Dinner abgeschlossen. Am zweiten Tag, 30. Oktober, wird der Dialoge-Vorbildpreis verliehen. Dieser geht an Persönlichkeiten, die zum Beispiel als Unternehmer, wie der dm-Gründer Götz Werner, vorbildliche, nachahmenswerte Konzepte entwickeln.

Freiheit – aus mehreren Blickwinkeln betrachtet

Im Jahr 2022 drehen sich die Bayreuther Dialoge um das Thema Freiheit. Angesichts des Krieges in der Ukraine und des Kampfes der Ukrainer um ihr Land hochaktuell, erläutert Julius Stockheim in einem Pressegespräch mit unserer Zeitung. In Afghanistan würden die Rechte der Frauen eingeschränkt. Überall auf der Welt sei die Pressefreiheit bedroht. Dies seien nur einige Beispiele, wenn es um die persönliche und die gesellschaftliche Freiheit gehe. „Wir wollen gesellschaftspolitische und aktuelle Themen aus mehreren Blickwinkeln betrachten“, sagt Lysann Lenz. Der Meinungsaustausch sei dabei das Wichtigste. Die Expertenrunden dienten dazu, das Thema Freiheit aus mehreren Perspektiven zu beleuchten. „Alle sollen dabei etwas mitnehmen und sich inspirieren lassen.“

Wie frei oder unfrei ist der Mensch?

Freiheit sei ein wertvolles Gut und stelle jeden zugleich vor Herausforderungen. Denn die Freiheit werde immer wieder eingeschränkt. Naturkatastrophen, Kriege oder Überwachung behinderten die Freiheit. So gehe es um die Fragen: „Wie frei ist der Mensch? Wie steht es um die Meinungsfreiheit? Wie unfrei werden wir durch die Folgen des Klimawandels? Was bedeutet finanzielle Freiheit? Wann fühlt man sich frei? Fragen über Fragen, die offene Diskussionen wert sind. Das heißt - wir müssen reden!“

Geplant sind am ersten Tag zwei Podiumsdiskussionen. Die erste von 11 bis 12.30 Uhr behandelt: „Sicherheit und Recht und Freiheit“. Über diese Begriffe werden die Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Bundeswehr-Hauptmann Dhany Sahm, Seawatch-Sprecherin Mattea Weihe sowie Philosoph und Buchautor Philipp Schink diskutieren.

Wirtschaft und Klima: Nach uns die Sintflut?

Nach einem Interview mit der ehemaligen Eurofighterpilotin Nicola Winter startet um 16.30 Uhr die zweite Podiumsdiskussion. Ex-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU), den stellvertretenden Chefredakteur der „Welt“, Robin Alexander, Wilfried Münch von der GLS-Gemeinschaftsbank und Umweltökonomin Alexandra Dehnhardt sprechen über „Wirtschaft heute, Klima morgen – nach uns die Sintflut?“.

Das Sonntagsprogramm beginnt um 9 Uhr mit der Talkrunde über „Meinungs- und Pressefreiheit: Das wird man wohl noch sagen dürfen!“. Daran nehmen Innenpolitiker Wolfgang Bosbach (CDU), „hart aber fair“-Moderator Frank Plasberg und Jura-

Influencer Tim Hendrik Walter („Herr Anwalt“) teil.

Übrigens: Noch weitere Influencerinnen bereichern das Format in diesem Jahr. Sarah Funke (Medizinstudentin), Amelie Hakien (Fashionmanagement-Studentin) und Alena Müller.

Info:

Die Dialoge werden von vier Teams organisiert: Gianluca Pani Casanova (Inhalt), Johanna Dingler (Organisation), Kilian Holle (Finanzen) und Theo Baisch (PR). Pressesprecher ist Julius Stockheim, die Koordination übernehmen Yulika Tsuda und Leonhard Holzinger. Moderieren werden Charlotte Liedtke, Leonard Harms, Lysann Lenz, Onno Mengdehl und Julius Stockheim.

Tickets sind über die Internetseite www.bayreutherdialoge.de erhältlich. Schüler und Studierende erhalten vergünstigte Eintrittspreise (40 Euro). Der reguläre Preis liegt bei 75 Euro.

 

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