Bayreuther Bauunternehmen Markgraf überspringt 500-Millionen-Schwelle

Branchenkrise? Welche Branchenkrise? Das Bauunternehmen Markgraf jedenfalls trotzt der angespannten Situation in der Branche. Rück- und Ausblick fallen positiv aus.

Bei Markgraf läuft’s rund. Foto: Stefan Schreibelmayer

Wie in der deutschen Wirtschaft überhaupt hört man auch aus der Baubranche eher problematische Signale. Doch das Bayreuther Baunnternehmen Markgraf kann sich diesem Trend ganz offensichtlich widersetzen. Nach einer Delle mit einer Bauleistung von 400 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2023/24 stieg diese Summe 2024/25 auf 483 Millionen Euro und wird im noch bis Ende September laufenden aktuellen Geschäftsjahr auf mehr als 500 Millionen Euro steigen, meldet Markgraf. Und auch der Blick auf 2026/2027 falle positiv aus. Die Auftragsbestände sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau befänden sich auf einem guten Niveau.

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Mehr als 1000 Mitarbeiter

Die Geschäftsleitung des stiftungsgetragenen Unternehmens lobt für diese Entwicklung besonders die mehr als 1000 Mitarbeiter: „Dieser Erfolg ist vor allem eine Mannschaftsleistung.“ Die Mitarbeiter leisteten „Tag für Tag Außergewöhnliches für unsere Bauprojekte – ob direkt vor der Haustür in unserer Heimatregion oder in ganz Deutschland.“

Markgraf profitiere vor allem von seiner breiten Aufstellung im Hoch- und Tiefbau und von langjährigen Kundenbeziehungen. Besondere Impulse seien aus dem Lebensmittel-Einzelhandel, der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie dem Infrastrukturbau gekommen. Die ausgewogene Projektstruktur sorge für Stabilität und unterstreiche die Leistungsfähigkeit des Unternehmens in unterschiedlichen Marktsegmenten.

Unterstützt werde diese Entwicklung durch kontinuierliche Investitionen in die Mitarbeitenden, die regionalen Standorte und Innovationsthemen. Ein sichtbares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ist der neue Standort in Kemnath, in den ein allein ein zweistelliger Millionenbetrag investiert wird. Nach der bereits erfolgten Inbetriebnahme des Logistik- und Mobilitätszentrums werde dort im Herbst dieses Jahres das neue Gerhard Markgraf Bildungszentrum in Betrieb gehen, das künftig als zentraler Ort des Unternehmens für Aus- und Weiterbildung dient.

Investitionen in Nachhaltigkeit

Wichtig seien aber auch Innovationen und dabei insbesondere der Blick auf nachhaltige Ausrichtung. So liege ein Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung CO₂- reduzierter Bauweisen. Unter anderem konnte im laufenden Geschäftsjahr der Einsatz von Biokohlenstoffbeton erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden, ein aktiver Beitrag zur Verringerung der CO₂-Emissionen im Bauwesen.

Außerdem wurde am Standort Immenreuth der Neubau eines mehrgeschossigen Bürogebäudes aus Carbonbeton realisiert. Mit diesem Projekt sei die Umsetzung des ersten mehrgeschossigen Gebäudes dieser Art gelungen und damit ein bedeutender Schritt hin zu ressourcenschonenden und langlebigen Baukonstruktionen. Die innovative Bauweise ermögliche erhebliche Materialeinsparungen und zeige das Potenzial moderner Baustofftechnologien für die Zukunft des Bauens.

Mit der guten wirtschaftlichen Entwicklung sowie den Investitionen in Mitarbeitende und Innovationsthemen sieht sich Markgraf für die kommenden Jahre gut aufgestellt, heißt es in der Mitteilung abschließend.