Neugierig ist er, der zehn Jahre alte Hermann Wolf. Aus einem schräg verlaufenden Schacht, der von knapp oberhalb des Pflasters der Bayreuther Maxstraße bis in den Keller des Hauses mit der Hausnummer 7 verläuft, beobachtet er das Geschehen auf dem Bayreuther Markt. „Eigentlich wurde dieser Schacht für die Befüllung von Kohlen verwendet. Dann wurde er zum Schutz des Kellers mit einer Wölbung übermauert. An den Seiten links und rechts waren lose Mauersteine aufeinandergeschichtet. Die konnte man wegstoßen, wenn man denn musste.“ Was Wolf meint: wenn man aus dem Keller rausmusste. Und so lange das nicht der Fall war, schaute der kleine Hermann durch offen gelassene Lücken in beide Richtungen auf den Markt.
Bayreuther (90) spricht Kriegsende zwischen Trauma und Abenteuer
Jürgen Lenkeit 16.04.2025 - 19:00 Uhr