Freistaat erklärt Umbau zur Schwerpunktmaßnahme Vier Millionen für Wahnfried

BAYREUTH. Der Freistaat Bayern wird den Neu- und Umbau des Richard-Wagner-Museums im Haus Wahnfried mit bis zu vier Millionen Euro unterstützen. Das teilte Kunstminister Wolfgang Heubisch gestern mit. Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl sprach von einem „wichtigen Signal in Richtung Berlin“.

 Foto: red

Heubischs Worten zufolge sei die Sanierung dieser „außergewöhnlichen Kulturstätte“ dringend erforderlich: „Um das Projekt voranzutreiben, werden wir das Richard-Wagner-Museum zur Schwerpunktmaßnahme erklären und auf alle zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten zurückgreifen“, versicherte der Kunstminister.

Nach der Werbung weiterlesen

Zwölf Millionen Euro

Damit könnte der Freistaat in den nächsten drei Jahren bis zu einem Drittel der Gesamtkosten von zwölf Millionen Euro beisteuern. Heubisch weiter: „Das ist ein klares Signal an den Bund und andere Finanzgeber, sich ebenfalls in entsprechendem Maße zu engagieren. Nur wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten, kann das Projekt gelingen.“

Erwartungen erfüllen

Ähnlich bewertet OB Hohl diese „gute Nachricht für Wahnfried“. Der Freistaat habe mit dieser Zusage den Startschuss für die Generalsanierung gegeben, nun sei der Bund an der Reihe. Aus Sicht von Kunstminister Heubisch sei bei den anstehenden Veränderungen sowohl auf die denkmalschützerischen Belange als auch die Forderungen nach einer modernen, zeitgerechten Museumsgestaltung Rechnung zu tragen. Das Haus Wahnfried müsse sowohl die Erwartungen der Wissenschaft als auch des interessierten Publikums erfüllen.

Projekt muss bis 2013 stehen

Der FDP-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Thomas Hacker, geht davon aus, dass das neu gestaltete Richard-Wagner-Museum „der Stadt einen weiteren Schub – nicht nur zur Festspielzeit“ bescheren werde. Nach der Zusage Bayerns fordert er nunmehr „alle anderen Geldgeber – allen voran die Bundesregierung – auf, zügig über ihre Unterstützung Auskunft zu geben, damit das Projekt rechtzeitig zum großen Wagner-Jubiläum 2013 steht“.

Das Konzept zur Umgestaltung des Hauses Wahnfried beruht auf einem preisgekrönten Entwurf des Architekturbüros Staab in Berlin.

gdm/Foto: Lammel