Während sich viele an der gelben Blütenfülle erfreuen, die zur Zeit die Wiesen bedeckt, ist Taraxacum aus der Familie der Korbblütler ein echter Überlebenskünstler, und das, obwohl er viel Dünger braucht, um gut gedeihen zu können.

Viele Gärtner bekämpfen Löwenzahn vor allem zwischen Ritzen und Fugen. Und das mit gutem Grund, meint auch Heinrich Löken, Leiter des Stadtgartenamtes Bayreuth: „Löwenzahn mit seinen kräftigen Wurzeln drückt die Steine und Platten auseinander und verbreitert damit nach und nach die Fugen.“

Doch wie soll man das Unkraut bekämpfen? Löken rät dazu, so früh wie möglich aktiv zu werden. Kleine Pflanzen lassen sich mit Drahtbesen oder unter Einsatz des Hochdruckreinigers aus Pflasterbelägen entfernen. Eine weitere Variante sei das Abflämmen mit Hilfe von Gas. „Das hat allerdings eine zeitlich begrenzte Wirkung, da die Wurzel ja bleibt.“ Weiterhin gebe es auch für den Hausgarten zugelassene Herbizide mit pflanzlichen Wirkstoffen. Nachhaltig wirksam sei nur das Abdichten von Fugen mit speziellem Mörtel oder Zement. Hier rät Löken allerdings, Fachleute zu Rate zuziehen.

Löwenzahn im Blumen- oder Gemüsebeet müsse man so tief und so früh wie möglich ausstechen. Im Fachhandel werden spezielle Geräte dafür angeboten.

Wichtig sei, die ausgestochenen Pflanzen danach nicht einfach liegen zu lassen, sondern sie entweder in die Biotonne oder auf den Komposthaufen zu bringen. Der Grund: Hat der Löwenzahn seine Blüten bereits ausgebildet, reicht die Kraft in der Pflanze auch nach dem Ausgraben noch aus, um Samen zu entwickeln und sich dann vermehren zu können.

Auf den Kompost könne auch Löwenzahn problemlos geworfen werden, wenn der Komposthaufen richtig bewirtschaftet werde, so Löken. Will heißen: die Temperatur muss hoch genug sein. Nur dann verrotte das pflanzliche Material auch richtig. Selbst der Überlebenskünstler Löwenzahn ist auf diese Weise zu bezwingen.