Bayreuth Tigers Der Meister-Torwart verstärkt die Tigers

red
Biss in die Meistermedaille: Mit den Ravensburg Towerstars hat der künftige Tigers-Torhüter Jonas Langmann gerade seinen dritten Titel in der DEL2 gewonnen. Foto: IMAGO/Eibner/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wolf

Jonas Langmann wechselt von den Ravensburg Towerstars nach Bayreuth, nachdem er soeben zum dritten Mal einen Titel in der DEL2 gewonnen hat.

 
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Der erste Neuzugang der Bayreuth Tigers für die kommende Eishockey-Saison in der DEL2 hat einen klangvollen Namen in der Liga: Das Tor wird künftig Jonas Langmann hüten, der gerade mit den Ravensburg Towerstars im Finale gegen den EC Bad Nauheim seine dritte persönliche Meisterschaft in der DEL2 gewonnen hat. Der 31-Jährige hat sogar gleich einen Vertrag für zwei Spielzeiten unterzeichnet.

„Seit Jahren gehört Jonas Langmann zu den besten Goalies der DEL2. Das wir Ihn vom neuen Weg der Tigers überzeugen konnten, freut mich sehr“, wird der Manager Sport, Rainer Schan, in der Mitteilung des Klubs zitiert. „Er wird nicht nur auf, sondern auch außerhalb des Eises ein wichtiger Faktor für unser Team sein und uns mit seiner Erfahrung und Ausstrahlung sehr guttun.“

Von Bad Kissingen nach Schwenningen

Langmann stammt aus Unterfranken, geboren in Bad Kissingen. Seine Ausbildung absolvierte er in Schwenningen (U16) und dann Iserlohn, wo er noch als Junior einmal in der DEL zum Einsatz kam. Nach drei Jahren in Hannover bei unterschiedlichen Teams in unterschiedlichen Ligen wurde er 2013 beim damaligen DEL-Klub Hamburg Freezers unter Vertrag genommen und kam per Förderlizenz für die Fischtown Pinguins zum Einsatz, bei denen er 2014 seine erste DEL2-Meisterschaft feiern konnte und weitere zwei Jahre fester Bestandteil des Kaders blieb. Seine Leistungen machten die Ravensburg Towerstars aufmerksam, die den 1,93 Meter großen Linksfänger 2016 unter Vertrag nahmen. Seither war Langmann dort der Stammtorwart, abgesehen von einem einjährigen Gastspiel bei den Nürnberg Ice Tigers in der DEL-Saison 2019/20, wobei er aber nur sieben Mal zum Einsatz kam. Mit den Towerstars gewann er 2019 seinen zweiten DEL2-Titel und wurde dabei als wertvollster Spieler (MVP) der Playoffs ausgezeichnet.

Nach der erneuten Meisterschaft in der zweithöchsten Spielklasse wirkt nun der Wechsel zum abgeschlagenen Tabellenletzten der zurückliegenden Hauptrunde nicht selbstverständlich. „ Das Gesamtpaket passt einfach“, wird Langmann dazu zitiert. „Eine neue Organisation, in welcher künftig vieles auf einen neuen Weg gebracht werden wird. Für mich als Sportler ist dies natürlich sehr interessant, bei einem solchen, ich nenne es mal Neuaufbau, dabei zu sein und einen Beitrag leisten zu können. Zudem kenne ich Rainer Schan natürlich sehr lange und habe mit ihm immer sehr vertrauensvoll zusammengearbeitet, was am Ende auch den Ausschlag gegeben hat.“

„Es war immer unangenehm, in Bayreuth zu spielen.“

Mit dem Bayreuther Eishockey hat der künftige Tigers-Torhüter bereits langjährige Erfahrungen: „Bereits im Nachwuchs – ich komme ja sozusagen fast aus dieser Ecke – habe ich mehrfach gegen Bayreuther Teams gespielt. Mit Ravensburg haben wir uns in Bayreuth immer schwer getan. Es war immer unangenehm hier zu spielen. Dies müssen wir auch in Zukunft für uns nutzen und heimstark auftreten.“ Auch mit der Stadt selbst habe er sich mit seiner Frau bereits vertraut gemacht: „ Es ist eine sehr schöne Stadt und tolle Gegend.“ Er werde auch „ sehr zeitnah“ schon nach Bayreuth kommen: „Ich möchte mich akklimatisieren und das Umfeld schnell kennenlernen. In großen Teilen werde ich auch mein Sommertraining in Bayreuth absolvieren.“

Langmann hat einen Ruf als „Vielspieler“, der nicht gern auf der Bank sitzt, und steht auch dazu: „Ja, ich fühle mich immer noch topfit. Ich liebe Eishockey, mag den eng getakteten Rhythmus, und es macht mir einfach großen Spaß, sodass ich immer so viele Spiele wie möglich absolvieren möchte.“

Nachdem Langmann der erste Bayreuther Neuzugang ist, ist es für konkrete Saisonziele natürlich noch zu früh. Ein paar Grundsätze formuliert er aber trotzdem schon: „Ich war es gewohnt, meist in Teams zu spielen, die in den oberen Tabellenregionen angesiedelt waren. In Bayreuth werden wir alles daran setzen, damit wir in die Top Ten kommen und damit einen ersten Schritt in die richtige Richtung gehen. Man wird versuchen, sich Jahr für Jahr zu verbessern, um eine gute Rolle in der Liga zu spielen, was sich der Standort meines Erachtens auch verdient hat.“

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