Strom statt Schnittchen Stadtwerke ziehen in das ehemalige I-O-I in der Passage Max-48

BAYREUTH. Der größte Leerstand in der Passage Max-48 ist nach mehr als zwei Jahren bald beendet: Die Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs-GmbH (BEW) zieht in den großen, zweistöckigen und großzügig verglasten Kopfbau über der Zentralen Omnibus-Haltestelle (ZOH) mit einem Kundenservice-Center ein.

Das ursprüngliche Konzept mit kleinen, feinen Läden und Gastronomie am Eingang und als Abschluss der Passage, die die direkte Verbindung zwischen der ZOH und dem Markt ist, hat nicht lange gehalten: Die Frequenz in der Passage hat sich schnell als zu gering erwiesen, nach dem I-O-I ging auch den anderen Ladenmietern nach und nach die Luft aus.

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„Dass die Passage nicht die Frequenz hat, die man sich erhofft hatte, ist kein Geheimnis“, sagt der Pressesprecher der Stadt Bayreuth, Joachim Oppold, auf Kurier-Anfrage. „Das ist sicher auch eine Folge der Baumaßnahme am Markt gewesen. Wir sind aber zuversichtlich, das sich das jetzt ändert – durch den Einzug der BEW und auch durch die Neunutzung der beiden Läden. Wir sind da in guten Verhandlungen.“

Eröffnung im April

Jürgen Bayer, der Geschäftsführer der BEW, sagt im Kurier-Gespräch, dass die Stadtwerke schon zu der Zeit, als die Stadt noch nach einer gastronomischen Nutzung für das I-O-I gesucht hatte, Interesse an dem Teil des Gebäudes bekundet hätten. „Wir haben in der Birkenstraße eine sehr beengte Situation, und nachdem das Beratungscenter der BVB ja schon im Funktionsgebäude der ZOH untergebracht ist, bietet sich das für uns an: Wir können dort geschlossen auftreten und sind gut erreichbar.“

Nachdem sich kein Gastronom mit einem schlüssigen Konzept gefunden habe, habe jetzt die BEW den Zuschlag erhalten. Bayer: „Wir werden im April dort einziehen. Gerade sind die Arbeiter beschäftigt, dort die entsprechenden Leitungen zu verlegen. Bei uns geht es ja um Leitungsgeschwindigkeit und Auskunftsfreudigkeit, nicht um Cafénutzung.“

Foto: Lammel