Bayreuth Spektakuläre Flucht über das Dach

Redaktion
Symbolbild. Foto: dpa

Ihre liebe Not hatte die Polizei am Montagabend in Bayreuth mit einem flüchtigen Unfallfahrer. Doch der Arm des Gesetzes war stärker.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, fiel einer Streifenbesatzung der Polizei Bayreuth-Stadt am Montagabend in der  Dammallee ein  beschädigter Streukasten sowie ein umgefahrenes Verkehrsschild auf. Eine Verkehrsunfallmeldung hierzu war nicht eingegangen.

Ein aufmerksamer Zeuge konnte den Polizeibeamten ein Fahrzeug sowie Fragmente des Kennzeichens des Autos benennen, welches er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit im dortigen Bereich gesehen hatte. Der Zeuge konnte weiterhin beobachten, wie der Fahrer offensichtlich die Kontrolle über das Auto verlor und dieses frontal gegen einen Streukasten krachte.

In einer sofort eingeleiteten Fahndung konnte der Pkw, welcher in Tatortnähe geparkt war, ausfindig gemacht werden. Das Fahrzeug wies deutliche Unfallspuren auf.

Kurz darauf tat sich ein weiterer Zeuge auf, der Hinweise zum Aufenthaltsort des Täters geben konnte. Dieser sollte sich in der Wohnung der Mutter verborgen halten.

Als die Polizeibeamten wenig später an deren Wohnungstüre in der sich mehrere Personen befanden, klingelten, schlug ihnen eine Welle der Gegenwehr entgegen. Zuerst verwehrte die Mutter den Zutritt zur Wohnung und die Kontaktaufnahme mit dem Täter. Als kurze Zeit später ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung vorlag, verweigerte die Mutter weiterhin den Zutritt, während die weiter anwesenden, unbeteiligten  Personen die Wohnungstüre zuhielten und versperrten, so dass diese mit Gewalt geöffnet werden musste.

Einer der anwesenden Personen verhielt sich so aggressiv den Polizeibeamten gegenüber, dass dieser mittels Handschellen gesichert werden musste. Dem Täter gelang zwischenzeitlich die Flucht über den Balkon auf ein Nachbardach, wo er jedoch durch die Polizei überwältigt und festgenommen werden konnte.

Die Feststellung des genauen Alkoholgehalts zum Zeitpunkt des Unfalls wird die Auswertung der durch einen Arzt entnommenen Blutprobe ergeben. Das Auto des 32-Jährigen wurde durch die Staatsanwaltschaft als Beweismittel beschlagnahmt. Den Fahrer erwartet ein Strafverfahren in dem er unter anderem mit dem Entzug seiner Fahrerlaubnis rechnen muss. Das strafrechtliche Verhalten der anderen Personen in der Wohnung wird derzeit geprüft, so die Polizei abschließend.
 

 

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