„Das Wort Salafist ist definitionsbedürftig“ Salafisten-Debatte: Bayreuther Imam gegen jegliche Gewalt

Elmar Schatz

BAYREUTH. Gegen jegliche Gewalt wendet sich der Imam der Bayreuther Al-Taqwa-Moschee, Anas Filali-Omari.

 Foto: red

Gegen jegliche Gewalt wendet sich der Imam der Bayreuther Al-Taqwa-Moschee, Anas Filali-Omari, vor dem Hintergrund der Salafisten-Debatte. Wegen dreifachen versuchten Polizistenmordes ist in Bonn gegen einen 25-jährigen mutmaßlichen Islamisten Haftbefehl ergangen.

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"Definitionsbedürftig"

„Das Wort Salafist ist definitionsbedürftig“, sagt Imam Anas Filali-Omari auf die Frage, ob die Gläubigen seiner Moschee Salafisten seien. „Schwer zu sagen, ab wann ein Mensch als Salafist einzustufen ist.“ Der Imam betont zur Messerattacke des jungen Salafisten auf Polizisten in Bonn: „Ich bin gegen jegliche Art von Gewalt, auch wenn sie von fundamentalistischen Christen ausgeht.“

Er selbst habe nie Probleme mit deutschen Behörden gehabt. „Ich lebe in diesem Land, habe entsprechende Rechte und Pflichten und muss mich daran halten.“

Pierre Vogel seit im Juli 2009 in die Bayreuther Moschee eingeladen worden, nicht weil er Salafist sei, sondern weil er sich mit bestimmten Themen besonders gut auskenne.

Friedrich erwägt Ausweisung

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU/Hof) schließt eine Ausweisung einzelner radikaler Salafisten aus Deutschland nicht aus. Er betonte: „Nicht alle sind unmittelbar und immer sofort gewalttätig, aber wie schnell das geht, hat man glaube ich in Bonn gesehen.“

Deutschland werde sich keine Religionskriege aufzwingen lassen. Ohne Frage hätten die Salafisten eine ideologische Nähe zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Friedrich geht von rund 4000 Salafisten in Deutschland aus.

Symbolbild: dpa