Ritter Rost begeistert das Premieren-Publikum

Redaktion
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BAYREUTH. Muss man gesehen haben. Auf diese einfache Aussage ließe sich der Artikel zu der vom Publikum zu Recht gefeierten Premiere des Bühnenmusicals „Ritter Rost und die Räuber“ des Bayreuther Kinder- und Spatzenchores an der Hochschule für evangelisch Kirchenmusik am Samstag Nachmittag im Zentrum reduzieren, wenn, ja wenn es da nicht noch einiges zu schwärmen gäbe.

Die Geschichten um den eisernen Ritter Rost, Burgfräulein Bö und Drache Koks im fernen Schrottland gehören zu den Kinderbüchern, an denen Kinder wie auch Eltern gleichermaßen ihre Freude haben. Vollgepackt mit skurrilen Ideen, witzigen Einfällen und Liedern, die allesamt das Zeug zum Ohrwurm haben, sind sie ein Spaß für die ganze Familie. Die Musik stammt von Felix Janosa, die Texte schrieben Felix Janosa und Jörg Hilbert.Was Regisseur Maximilian Ponader zusammen mit Co-Regisseurin Angelika Rieß unter der Gesamtleitung von Gerti Richter mit den knapp 100 Kindern des Kinder- und Spatzenchores und Schülern der Städtischen Musikschule Bayreuth und nicht zu vergessen mit Hilfe der Eltern auf die Bühne gezaubert haben, dürfte auch den „Machern“ der Geschichten gefallen. Denn das Bühnenbild und die Kostüme und auch die Maske könnte selbst Profi-Bühnen das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.Bis ins Detail und wie von den Illustrationen abgeschneidert sind die zahllosen Kostüme der Hauptfiguren, der Ritter und der Pilzkobolde, die nach genauen Vorgaben überwiegend von den Eltern selbst genäht und gebastelt worden sind. Die fünf Räuber in dem Stück, die wie Miniaturausgaben der „Blues Brothers“ aussehen, tragen sogar maßgeschneiderte schwarze Anzüge zu ihren schwarzen Lackschuhen. Nicht minder beeindruckend das Bühnenbild: Ob Ritterburg oder Räuber-Drachen-Auto mit „Tausendzwölf PS“ – in monatelanger Arbeit sind unter der Hand des Bühnenbildner- und Malerteams Kulissen entstanden, die viel zu schade zum einmotten oder sogar auseinanderbauen sind.

Foto: Wolfgang Bouillon

 

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