Alaska, ich komme Parlamentarisches Patenschafts-Programm

Andrea Franz

BAYREUTH. Nach einem langwierigen Bewerbungsverfahren und verschiedenen Vorstellungsgesprächen mit kniffligen Fragen hat es Jan-Luca geschafft: Als einziger aus dem Wahlkreis Bayreuth nimmt der Schüler des Graf-Münster-Gymnasiums (GMG) am Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestags teil. Mitte August geht es für zehn Monate ab nach Alaska zu einer Gastfamilie.

 Foto: red

Das PPP ist ein auf Gegenseitigkeit angelegtes Jugendaustauschprogramm. Junge Deutsche – pro Wahlkreis nur einer – verbringen ein Jahr in den USA und junge Amerikaner ein Jahr in Deutschland. Die Schüler leben in Gastfamilien und besuchen eine örtliche Oberschule. Die Kosten werden dabei von einem Stipendium getragen und die Schüler von einem Paten aus dem Deutschen Bundestag unterstützt.

Nach der Werbung weiterlesen

Im Juni bekam der 16-Jährige seinen Aufenthaltsort und seine Gastfamilie mitgeteilt. Für zehn Monate wird es ihn nach Anchorage in Alaska verschlagen. Am 12. August geht sein Flieger. „Das übertrifft meine kühnsten Träume! Man hat auf die Wahl des Orts keinen Einfluss. Man konnte bei der Bewerbung nur seine Hobbys angeben. Da ich outdoormäßig sehr aktiv bin, gerne Wandern, Schneeschuhlaufen, Skifahren und Snowboarden gehe, ist Alaska für mich ein Glückstreffer“, sagt der Schüler. Seine Gastfamilie geht oft campen, hat ein Haus in den Bergen und einen Motorschlitten. Viel zu entdecken also. Und mit seinem 15-jährigen Gastbruder und seiner neunjährigen Gastschwester wird es dem Bayreuther sicher nicht langweilig.

Unterstützt wird Jan-Luca von seinem Paten Hartmut Koschyk, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.

Foto: red