Bayreuth-Medaille in Gold Oswald Georg Bauers Lebenswerk

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe überreicht Oswald Georg Bauer die Bayreuth-Medaille in Gold. Foto: Andreas Harbach

BAYREUTH. Sein Name wird für alle Zeiten eng mit den Bayreuther Festspielen verbunden sein. Mit seinem umfassenden Werk „Geschichte der Bayreuther Festspiele 1850 bis 2000“ hat sich Oswald Georg Bauer nicht nur in Bayreuth unsterblich gemacht. Am Donnerstag verlieh ihm Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe die Bayreuth-Medaille in Gold.

27 Jahre hat der Theaterwissenschaftler und langjährige Leiter der Pressestelle der Festspiele an seinem zweibändigen, insgesamt knapp 1300 Seiten umfassenden Lebenswerk gearbeitet.

Es war im Jahr 1989 – im Festspielhaus ging gerade der dritte Akt der „Götterdämmerung“ über die Bühne – als Bauer Festspielleiter Wolfgang Wagner mit der Idee konfrontierte, eine Festspielgeschichte zu schreiben. Offenbar bedurfte es keiner großen Überzeugungsarbeit. Wolfgang Wagner habe sich erhoben, Bauer die Hand gegeben und gesagt: „Hiermit ernenne ich Sie zum Chronisten der Festspiele.“

Ein Berg von Arbeit kam nun auf den Chronisten zu. Denn: „Dieses Haus hat Schönes und Schlimmes erlebt, dieses Haus hat alles erlebt“, zitierte Bauer in der Feierstunde im Bayreuther Rathaus den Dirigenten James Levine.

Ausschließlich mit Quellen

So begann für den Theaterwissenschaftler das Sammeln von Dokumenten und Unterlagen, das Auswerten der mehrsprachigen Korrespondenz, der Berge von Presseberichten und der, wie er sagte, nicht immer erfreulichen Sekundärliteratur. Schließlich nahm Bauer die Mahnung Wagners ernst: „Arbeiten Sie ausschließlich mit den Quellen!“

Bauer betonte, dass die Auszeichnung mit der Bayreuth-Medaille in Gold „mir eine große Ehre und tief bewegende Freude ist“.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bezeichnete Bauers „Geschichte der Bayreuther Festspiele“ als „in jeder Hinsicht einzigartig“ und als Standardwerk über die Entwicklung der Festspiele. Sie verwies aber auch auf weitere Publikationen des Autors, der von 1986 bis 2004 Generalsekretär der Bayerischen Akademie der schönen Künste in München und stets ein Botschafter der Festspiele war.

 

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