Das CHW hält die Versammlung im Eingangsgebäude des Oberfränkischen Bauernhofmuseums Kleinlosnitz ab. Die Teilnehmer erwartet ein Vortrag von Museumsleiter und Kreisheimatpfleger Bertram Popp. Unter dem Titel „Roggenstroh auf dem Hausdach“ stellt er die Relikte einer alltäglichen Bautechnik vor.

Denkt man heute an eine weiche Dacheindeckung, dann kommt einem das norddeutsche Reetdach in den Sinn. Schilfhalme werden dort zum Dachdecken genutzt. Da sie dick und ausgesprochen stabil sind, schreibt man einem Reetdach unter idealen Bedingungen eine Haltbarkeit von 80 Jahren zu. Ein Strohdach hingegen brachte es allenfalls auf 30 Jahre. Dennoch war diese Bauform weit verbreitet. In den Landkreisen Hof und Wunsiedel gab es noch bis um 1970 die meisten Strohdächer in ganz Bayern. Heute gibt es nur noch im Landkreis Hof Strohdächer – und zwar auf acht Gebäuden an vier Standorten. Eines davon ist der Museumshof (Dietelhof) in Kleinlosnitz. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. red