Der Blickwinkel auf jüdisches Leben ist oft sehr eng begrenzt. Wie durch ein Brennglas auf die schlimmste Zeit: auf die Jahre 1933 bis 1945. „Man muss aber nicht nur diese Zeit im Hinterkopf haben, wenn man jüdisches Leben betrachtet. Man trifft das Thema sonst nicht“, sagt Marcus Mühlnikel. Mühlnikel (46) ist akademischer Oberrat am Institut für Fränkische Landesgeschichte der Universitäten Bamberg und Bayreuth mit Sitz in Schloss Thurnau. Mühlnikel ist neben Fabian Braun auch einer derer, bei welchen die historisch-thematischen Fäden für die Serie, die der Kurier bis zum Ende des Jahres jeden Donnerstag in Zusammenarbeit mit der Bayreuther Universität herausbringen wird, zusammenlaufen.