Kunden würden in Schwarzmarkt und Nachbarländer ausweichen BAT warnt vor drastischer Tabaksteuererhöhung

Elmar Schatz

BAYREUTH/HAMBURG. Die Regierung möchte die Tabaksteuer erhöhen, meldet das „Handelsblatt“. Eine Milliarde mehr soll in die Staatskasse fließen. Der Zigarettenhersteller BAT warnt vor einer drastischen Anhebung, kleineren Schritten würde sich das Unternehmen jedoch nicht verschließen.

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„Wir können nur davor warnen, Tabaksteuererhöhungen vorzunehmen, wie man es 2002 bis 2005 gemacht hat, als man in der Zeit damals die Tabaksteuer um fast 70 Prozent angehoben hat“, so Ulf Bauer, Leiter Unternehmenskommunikation bei BAT in Hamburg.

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Ausweichbewegungen der RaucherDies habe Ausweichbewegungen der Konsumenten zur Folge – zu Feinschnitt, in Nachbarländer, in denen Zigaretten billiger sind sowie auf den Schwarzmarkt. Und das habe dazu geführt, dass zwischen 2005 und heute ein Drittel des legalen Zigarettenmarktes weggebrochen sei. Das Finanzministerium habe jedoch der Industrie ein Modell vorgelegt mit marktschonenderen, kleineren Schritten. Bauer: „Dem werden wir uns nicht verschließen. Das führt nicht zu exorbitanten Preissprüngen.“Das BAT-Werk Bayreuth „hat das große Glück, dass es zu einem ganz, ganz großen Prozentsatz für Europa arbeitet“, sagt Bauer. Dreiviertel der Menge, die hier produziert wird, wird ins europäische Ausland geliefert. „Bayreuth kann sehr viel besser ausbalancieren, was in einzelnen Ländern passiert.“

Direkte Folgen für die Arbeitsplätze befürchtet Bauer nicht, mahnt aber: „Sollte es zu Marktverwerfungen kommen, von denen ich nicht ausgehe, hat das Einfluss aufs Volumen. Was ich nicht verkaufen kann, brauche ich auch nicht zu produzieren.“

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