Bei einem Workshop vergangenen Samstag in Pegnitz wurde über ein neues Konzept zur Wildschweinjagd beratschlagt. So sollen schnelle Eingreiftruppen gebildet werden, die sofort ausrücken, wenn Bauern Wildsau-Alarm geben, teilt Erwin Steininger, Jagdberater für Stadt und Landkreis Bayreuth, mit.Nach Kulmbacher Vorbild arbeiten bereits drei solcher Gruppen im Kreis – im Fichtelgebirge, bei Pegnitz und in der Fränkischen Schweiz. Riesige Maisfelder und andere Feldfrüchte ermöglichten den Wildschweinen ein Leben wie im Paradies, sagt Harald Köppel, Fachberater beim Bauernverband für Bayreuth und Kulmbach.Wildschweine seien inzwischen auf mehr tausend Meter ins Gebirge vorgedrungen. Dort verwüsteten sie Hangwiesen, die total kahl werden, wenn Niederschläge die aufgewühlte Erde wegschwemmen, schildert Konrad Löhnert, zweiter Vorsitzender der Jägervereinigung Bayreuth.Er selbst habe am Sonntag beim Spaziergang mit seiner Frau im Fichtelgebirge vom Asenturm aus plötzlich Wildschweine am Wegesrand nach Futter suchen sehen, in rund 1000 Metern Höhe. Foto: dpa