Höhere Mehrwertsteuer stößt bei Hoteliers auf Kritik Bayreuther Hoteliers: Klares 'Nein' zur Steuererhöhung

BAYREUTH. Eine Rückkehr zum Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent wäre ein „großes Desaster“, sagt die Bezirksvorsitzende der Hotel- und Gaststättenverbandes, Andrea Luger. Für Verärgerung unter den Hoteliers hat der Generalsekretär der FDP, Christian Lindner, gesorgt, der gesagt hatte, dass eine Erhöhung des Mehrwertsteuersatz für Hotelbetriebe von sieben auf 19 Prozent durchaus möglich sei.

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Für viele der mittelständischen Betriebe in der Region sei eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes eine Katastrophe, sagte Luger. Viele würden oder hätten bereits mit dem eingesparten Geld kalkuliert und Investitionen getätigt. Das bestätigt auch der Kulmbacher Hotelier Stephan Ertl, der auch darauf verweist, dass die getätigten Investitionen heimischen Handwerkern zugute kämen. Andere Kollegen hätten in Personal, Fortbildung und Renovierung investiert.Den Vorwurf, dass es sich bei der Verringerung des Mehrwertsteuersatzes um eine reine Klientelpolitik handle, weisen Luger und Ertl zurück. Vielmehr habe man damit bezweckt, die Konkurrenzsituation mit den angrenzenden Urlaubsländern, wo seit Jahren ein verminderter Steuersatz gilt, zu entschärfen. Andererseits wollte man auch den kleineren Betrieben eine handlungsfähige Zukunft bereiten.Gemeinsam ist beiden auch, dass sie an der Vertrauenswürdigkeit der Politik zweifeln. „Was ist das für eine Verlässlichkeit, wenn nach wenigen Monaten eine Entscheidung wieder rückgängig gemacht wird?“, fragt sich Luger.Der Bayreuther FDP-Landtagsabgeordnete Thomas Hacker glaubt nicht an eine Rückkehr zu 19 Prozent. Er habe sich selbst in Oberfranken ein Bild gemacht von den von Hoteliers getätigten Investitionen. Der verringerte Mehrwertsteuersatz sei für die Betriebe in der Region existenziell wichtig. Deshalb halte die FDP ebenso wie ihr Koalitionspartner an dem verringerten Mehrwertsteuersatz fest.

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gb/Symbolbild: Ritter