Im ewigen Wettstreit zwischen Wort und Musik trägt in Porporas Oper eindeutig Letztere den Sieg davon. Das gilt für die Komposition wie für die Aufführung. Das alles überstrahlende Element an diesem Abend waren die Sänger, die über weite Strecken barocke Gesangskultur in Vollendung präsentierten. Nicht nur Max Emanuel Cencic, Mit Franco Fagioli, Suzanne Jerosme, Nian Wang, Julia Lezhneva, Bruno de Sá und Petr Nekoranec stand ein Gesangsensemble von höchster Güte auf der Bühne des Markgräflichen Opernhauses. Unter der musikalischen Leitung von George Petrou gelang eine Aufführung, deren musikalische Strahlkraft weit über Bayreuth hinaus reichen dürfte.
Ach ja, eine Parallele zu Richard Wagner gab es dann doch: Inklusive zweier Pausen dauerte der Abend fünf Stunden.