599 Fälle von Tankbetrug in Oberfranken

BAYREUTH. In Oberfranken hat es im vergangenen Jahr 599 Fälle von Tankbetrug gegeben, 152-mal wurde Kraftstoff gestohlen. Diese Zahlen nannte das Polizeipräsidium in Bayreuth auf Anfrage.

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Im Vergleich zu 2009 bedeutet das einen Rückgang dieser Delikte, denn seinerzeit wurden 655 Fälle von Tankbetrug und 188 Fälle von Kraftstoff-Diebstahl registriert. Allerdings sei von Januar bis März 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine leichte Steigerung bei beiden Delikten erkennbar, teilte das Polizeipräsidium mit.

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"Keine Auffälligkeiten"

Das könnte mit den steigenden Kraftstoffpreisen zusammenhängen. So tauchten in Unterfranken vermehrt Meldungen über Spritdiebe an Tankstellen auf. Für das Polizeipräsidium Oberfranken sind hier allerdings „keine Auffälligkeiten erkennbar“. Auch geparkte Lastwagen und abgestellte Baumaschinen werden auf der Suche nach billigem Diesel in Unterfranken angezapft. Der Zentralverband des Tankstellen- und Garagengewerbes spricht davon, dass sich der Tankbetrug ausbreitet.

Die Täter gehen nach unterfränkischen Polizeiangaben immer professioneller vor. Sie bauen Kleintransporter zu rollenden Tanklagern um, in denen Großkanister auf der Rückbank bis zu 1000 Liter Diesel fassen. In Oberfranken sind laut Polizeipräsidium hingegen keine entsprechenden Fälle bekannt. Auch auf die Frage, ob es sich bei den Dieben um Profis oder Gelegenheitstäter handelt, war für das Polizeipräsidium in Bayreuth „keine eindeutige Antwort möglich“.

eng/Foto: dpa