Bayern war 2016 das kälteste Bundesland

Herbstblätter liegen am 29.12.2016 in einem Weinberg bei Sulzfeld (Bayern) im Sonnenschein. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: red

Das Jahrtausendhochwasser in Niederbayern gehört zu den bleibenden Eindrücken des Jahres 2016 - und bildet den traurigen Höhepunkt der Wetter-Statistik für Bayern. Bilanz: Es war nass und kühl.

 
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In keinem anderen Bundesland war es 2016 so kalt wie in Bayern. Durchschnittlich lag die Temperatur im Freistaat bei 8,9 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag mitteilte. Die niedrigste Temperatur 2016 wurde am Morgen des 18. Januar in Oberstdorf gemessen: Da sank das Thermometer auf minus 23,5 Grad. Bundesweit betrug die Durchschnittstemperatur 9,6 Grad. Damit war das Jahr laut DWD um 1,4 Grad zu warm. Der Temperaturrekord von 2015 mit durchschnittlich 9,9 Grad wurde jedoch nicht gebrochen.

An dritter Stelle bei den Niederschlägen

Nicht nur bei der Kälte, auch beim Niederschlag lag Bayern 2016 weit vorne: Nach einem überdurchschnittlich trockenen Jahr 2015 bescherte 2016 den Menschen im Freistaat deutlich mehr Regen. Im Schnitt fielen 915 Liter pro Quadratmeter. Lediglich in Baden-Württemberg und im Saarland regnete es noch mehr.

Katastrophale Überflutungen

Insbesondere Ende Mai und im Juni entluden sich schwere Gewitter mit extremem Regen. «Damit war in der ersten Jahreshälfte 2016 an zahlreichen DWD-Stationen schon mehr Niederschlag gefallen als im ganzen Jahr 2015», bilanzierten die Meteorologen. In der Nähe des mittelfränkischen Ansbach und in Oberbayern kam es zu katastrophalen Überflutungen. Simbach am Inn in Niederbayern versank in einem Jahrtausendhochwasser. In der Stadt und umliegenden Gemeinden starben sieben Menschen. In nur 48 Stunden waren 180 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Trotzdem mehr Sonne als im trockenen Vorjahr

Die Sonne zeigte sich im Jahr 2016 im Freistaat 1620 Stunden lang - und damit 25 Stunden mehr als im trockenen Jahr 2015. Bundesweit rangiert Bayern damit im Mittelfeld. Den meisten Sonnenschein gab es mit 1735 Stunden in Brandenburg, gefolgt von Berlin mit 1710 Stunden. Mit lediglich 1480 Stunden zeigte sich die Sonne in Hamburg am wenigsten.

dpa/lby

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