Friedberg (dpa/lby) - Die bayerische Polizei bekommt zwei Spezialfahrzeuge für Einsätze bei Terroranschlägen oder Amokläufen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird heute das erste Fahrzeug bei dem Hersteller offiziell abnehmen. Die Einsatzfahrzeuge werden von dem Panzerwagen-Produzenten ACS in Friedberg bei Augsburg gebaut.

Die Fahrzeuge verfügen nach Angaben des Ministeriums unter anderem über eine besonders starke Panzerung. Die Polizei-Spezialeinheiten werden künftig in Nord- und Südbayern je einen solchen Geländewagen zur Verfügung haben, der Freistaat investiert dafür mehr als zwei Millionen Euro.

ACS liefert solche Fahrzeuge nicht nur an Polizeibehörden aus, auch das Militär ist Abnehmer. Bayerns Polizei bekommt ein Modell, dass trotz des besonderen Schutzes aufgrund von geringen Abmessungen auch für Einsätze in Städten geeignet ist.

Der schwäbische Betrieb gehörte einst zum Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann und wurde 2003 zu einem selbstständigen Unternehmen. Rund 60 Mitarbeiter fertigen in Friedberg die Spezialfahrzeuge. Die Bundeswehr hat mehrere Hundert ACS-Fahrzeuge im Einsatz.