Hof - Mit dem Drama "Und morgen die ganzen Welt" haben am Dienstagabend die Hofer Filmtage begonnen. "Der Film ist für mich starkes, wichtiges und vor allem aktuelles Kino", erklärte Thorsten Schaumann, künstlerischer Leiter des Festivals. "Ich bin da aus der Vorführung herausgegangen und der Film hat mich nicht mehr losgelassen."

Regisseurin Julia von Heinz setzt mit ihrem neuen Kinofilm ein Statement gegen Populismus. Eine Jura-Studentin kämpft mit ihren Freunden gegen den Rechtsruck im Land. Selbst vor Gewalt schrecken sie nicht zurück. Doch dann muss sich die junge Frau entscheiden, wie weit sie für ihren Widerstand gehen will.

Das Drama ist bis zum 1. November online abrufbar. Alle Filme und Preisverleihungen lassen sich zum ersten Mal von zu Hause aus mitverfolgen, weil in den Kinosälen wegen der Corona-Krise viele Plätze leer bleiben müssen.

Anstelle der üblichen Feiern und Empfänge wird jeden Abend um 23 Uhr eine Late-Night-Talkshow auf der Internetseite übertragen. Die Nachtgespräche drehen sich um "die Filmtage, Film, Kino und das Leben an sich", kündigte das Festival an. Die Hofer Filmtage, die seit 1967 als Talentschmiede gelten, enden am Sonntag, 25. Oktober.