Bayern München will spezielle Impfstraßen für Kinder vorbereiten

Eine Impfspritze liegt in einer medizinischen Schale. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild/dpa

München (dpa/lby) - Die Stadt München will Kinder zwischen fünf und elf Jahren in speziellen Impfstraßen gegen Corona impfen lassen, sobald das Vakzin dafür freigegeben ist. Das Gesundheitsreferat werde gebeten, die nötige Infrastruktur mit "Aufmunterungselementen" für Kinder vorzubereiten, beschloss der Münchner Stadtrat am Donnerstag mit breiter Mehrheit auf Antrag der Fraktionen von SPD und Volt sowie Grünen und Rosa Liste.

München (dpa/lby) - Die Stadt München will Kinder zwischen fünf und elf Jahren in speziellen Impfstraßen gegen Corona impfen lassen, sobald das Vakzin dafür freigegeben ist. Das Gesundheitsreferat werde gebeten, die nötige Infrastruktur mit "Aufmunterungselementen" für Kinder vorzubereiten, beschloss der Münchner Stadtrat am Donnerstag mit breiter Mehrheit auf Antrag der Fraktionen von SPD und Volt sowie Grünen und Rosa Liste. Mit einer "kindgerechten Kampagne" solle so vielen Familien wie möglich ein Impfangebot gemacht werden.

Im Zuge dessen sollen Impfbusse der Stadt zu Münchner Schulen fahren, um Lehrern, Eltern und Schülern eine Impfung zu ermöglichen. Zudem will die Stadt unter anderem an Wochenenden im Impfzentrum Riem Familien-Impfaktionen anbieten.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Donnerstag grünes Licht für den Biontech/Pfizer-Impfstoff für Kinder ab fünf Jahren gegeben. Laut dem geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen den Ländern ab dem 20. Dezember in einer ersten Lieferung 2,4 Millionen Dosen des Vakzins für Fünf- bis Elfjährige zur Verfügung gestellt werden. Die Ständige Impfkommission (Stiko) will ihre Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder in dieser Altersgruppe vor Jahresende abgeben.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hatte am Mittwochabend bereits mitgeteilt, dass sich der Freistaat gemeinsam mit der Ärzteschaft und den Impfzentren auf die Impfung von Kindern ab fünf Jahren vorbereite. "Wir sind hier in enger Absprache mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, die uns dabei unterstützen werden", sagte der CSU-Politiker.

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