München (dpa/lby) - Badekleidung und Mundschutz! Wer in diesen Tagen ein erfrischendes Bad im Münchner Eisbach nehmen will, muss an beides denken - oder laufen. Am Samstag stiegen wie gewöhnlich einige Schwimmerinnen und Schwimmer nach dem Bad in die Tram. Manche trugen einen triefnassen Mundschutz, andere waren besser vorbereitet und zogen diesen aus einer Plastiktüte. Doch die meisten gingen zu Fuß zur Einstiegsstelle zurück, wo sie ihre Kleidung gelassen hatten. Er habe nicht an den Mundschutz gedacht, sagte ein Schwimmer.

In den vergangenen Tagen hatte es Ärger gegeben, weil viele Eisbachschwimmer ohne Mundschutz mit der Tram fuhren. Die Münchner Verkehrsgesellschaft hatte Anfang der Woche deshalb noch einmal alle Fahrgäste an die Maskenpflicht erinnert. Polizisten waren am Samstag nach Angaben des Polizeipräsidiums an der Tramhaltestelle unterwegs, um mit Leuten ohne Maske zu reden und diese über die Hygienevorschriften aufklären.

Der Eisbach in München ist vor allem für seine stehende Welle an der Prinzregentenstraße bekannt, die Surfer aus der ganzen Welt anlockt. An heißen Tagen springen aber auch viele andere Menschen in die kühle Strömung und lassen sich durch den Englischen Garten treiben. Da sie sich in der Regel an der Einstiegsstelle ausziehen, müssen sie später eine kurze Strecke mit der Tram fahren oder einen Fußmarsch hinnehmen.