Das schöne Wetter lockt vielerorts Biker auf die Straßen. Für mindestens drei Menschen endet die Tour mit dem Motorrad tödlich. Auch ein 18 Jahre alter Fußgänger stirbt.

Schönthal (dpa/lby) - Bei Unfällen auf Bayerns Straßen sind am Wochenende mehrere, zumeist junge Menschen gestorben. Eine 18 Jahre alte Motorradfahrerin wurde am Samstag bei Schönthal (Landkreis Cham) von einem Auto erfasst, das auf die Gegenspur kam. Warum der Wagen auf die Gegenspur geriet, war zunächst unklar.

In Oberbayern stieß am Samstag ein 22-Jähriger auf seiner Maschine mit einer Pferdekutsche zusammen. Er war laut Polizei bei Beilngries bergab unterwegs. In einer Linkskurve prallte er gegen die Kutsche. Seine Verletzungen waren so schwer, dass er am Unfallort starb. Von den zwölf Insassen der Kutsche wurde ein Mann schwer und ein Mann leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Bei einem weiteren tödlichen Unfall starb im oberpfälzischen Bad Kötzting ein 18-Jähriger. Er hatte sich in der Nacht zum Sonntag auf eine Straße gelegt und wurde von einem 42 Jahre alten Autofahrer überrollt. Nach Vermutung der Polizei wollte der 18-Jährige schlafen. Der Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Bei Schönberg (Landkreis Freyung-Grafenau) prallte am Samstag ein 57 Jahre alter Biker in einer Rechtskurve trotz Vollbremsung frontal gegen ein Auto. Er starb am Unfallort. Die 57-jährige Fahrerin erlitt einen Schock, die übrigen drei Personen im Auto blieben unverletzt.

Die Sicherheit von Motorradfahrern wurde am Samstag von Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) thematisiert. In einem Brief an den Organisator der für August angekündigten Biker-Proteste gegen Fahrverbote, Gabor Kovacs, verwies die Ministerin auf umfangreichen Investitionen wie Unterfahrschutz an Leitplanken und die Entschärfung gefährlicher Kurven. "Für die Sicherheit der Motorradfahrer haben wir damit in den vergangenen Jahren viel erreicht", hieß es in dem Schreiben. "Die Zahl der getöteten motorisierten Zweiradfahrer reduzierte sich gegenüber dem Jahr 2011 um rund 28 Prozent."