Bayern Holetschek lobt Stiko-Entscheidung

Klaus Holetschek (CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege. Foto: Peter Kneffel/dpa/dpa

Die eingeschränkte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Corona-Impfungen bei Jugendlichen ab zwölf Jahren ist aus der Sicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek der richtige Weg. "Es ist sinnvoll, bevorzugt Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen Corona zu impfen, die bestimmte Vorerkrankungen haben.

München/Berlin - Die eingeschränkte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Corona-Impfungen bei Jugendlichen ab zwölf Jahren ist aus der Sicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek der richtige Weg. "Es ist sinnvoll, bevorzugt Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen Corona zu impfen, die bestimmte Vorerkrankungen haben. Denn diese haben das Risiko, schwerer an COVID-19 zu erkranken", sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz am Donnerstag in München.

Es sei gut, dass Jugendliche vorrangig in Arztpraxen geimpft werden sollten, da diese am besten wüssten, "welche Kinder und Jugendlichen zum Beispiel Vorerkrankungen haben und den Impfstoff am dringendsten brauchen." Darüber hinaus bleibe aber die Menge an Impfstoff knapp und das Nadelöhr in der Impfkampagne. Da es keinen zusätzlichen Impfstoff für Jugendliche gebe, könnten diese auch nicht innerhalb kurzer Zeit auf eine Impfung hoffen. "Es wird zunächst zu Wartezeiten kommen. Zudem gibt es nach wie vor ältere ungeimpfte Erwachsene, die im Falle einer Infektion ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben als gesunde Kinder."

Die Stiko hatte zuvor erklärt, dass sie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren aussprechen wolle. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und der Risikoakzeptanz von Kindern, Jugendlichen oder ihren Eltern sei eine Impfung aber auch bei gesunden jungen Leuten möglich, heißt es im Bulletin des Robert Koch-Instituts.

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