Bayern Warnstreiks im ÖffentlichenDienst: Unikliniken betroffen

"Warnstreik" steht auf einem Transparent. Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild/dpa

In Dutzenden bayerischen Einrichtungen gab es Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. Auch die Unikliniken waren betroffen. Die Corona-Stationen wurden aber ausgespart.

In Dutzenden bayerischen Einrichtungen gab es Warnstreiks im Öffentlichen Dienst. Auch die Unikliniken waren betroffen. Die Corona-Stationen wurden aber ausgespart.

München (dpa/lby) - Warnstreiks im Öffentlichen Dienst der Länder haben am Donnerstag die bayerischen Unikliniken und Dutzende weitere Einrichtungen getroffen. Deutlich mehr als 1000 Beschäftigte hätten sich an den Aktionen beteiligt, hieß es von der Gewerkschaft Verdi. Die Warnstreiks seien sehr gut angelaufen, sagte ein Sprecher. "Wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung."

Der Gewerkschaft zufolge waren alle Unikliniken betroffen. Die Corona-Stationen habe man aber natürlich ausgespart, sagte der Sprecher. Es sei "oberste Devise", dass die Patienten nicht gefährdet würden. Das habe man auch in der Vergangenheit schon immer so gehandhabt.

Mit den Warnstreiks im Öffentlichen Dienst wollen die Beschäftigten in den aktuellen Tarifverhandlungen Druck auf die Arbeitgeber machen. Gerade im Gesundheitswesen habe der Unmut der Beschäftigten einen Höhepunkt erreicht, hieß es dazu von der Gewerkschaft.

Alleine an einer Kundgebung in München beteiligten sich laut Gewerkschaft rund 1000 Personen. "Ich habe noch nie auf einer Streikkundgebung so eine Wut erlebt. Vor allem das Pflegepersonal fühlt sich von den politisch Verantwortlichen veräppelt", sagte Heinrich Birner, Verdi-Geschäftsführer in München.

Am Wochenende steht die dritte Verhandlungsrunde im Öffentlichen Dienst der Länder in Potsdam an. Verdi fordert Einkommenserhöhungen von fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Beschäftigte im Gesundheitswesen sollen monatlich 300 Euro mehr bekommen.

Auch am Freitag sollen die Aktionen weitergehen. Dann vor allem an den Unikliniken.

© dpa-infocom, dpa:211125-99-136166/3

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