München (dpa/lby) - Den bayerischen Blues-Barden und Isar-Indianer Willy Michl (69) hat die Corona-Krise in seinen Plänen zurückgeworfen. Sein neues Album verzögere sich, sagte er am Donnerstag in München. "Der Schock der Pandemie hat mich in meiner Seele erfasst. Da muss man sich wieder finden." Aber er versichert seinen Fans zum Thema Album: "Das wird es geben." An seinem 70. Geburtstag am nächsten Donnerstag tritt er vor dem Deutschen Museum auf - draußen und mit Abstand, auf den er sehr achtet. Er will gesund bleiben: "Ich will alt werden."

Willy Michl, der sich kurzzeitig als Zeitsoldat bei den Gebirgsjägern verdingte und in den 1980er Jahren zusammen mit seiner ersten Frau als Pächterin zeitweise die Knorrhütte im Wettersteingebirge bewirtschaftete, gilt als Begründer des bayerischen Blues. Als Zeichen seiner Weltanschauung und seiner Verbundenheit mit den indigenen Völkern der Erde trägt er Indianertracht, seinen spirituellen Künstlernamen "Sound of Thunder" - Donnerschall - hat er auch im Pass stehen.