Bundesweit lag die Quote bei 57,4 Prozent, in den neuen Bundesländern sogar bei 67,1 Prozent, wie aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervorgeht. Unrühmlicher Spitzenreiter unter den 16 Bundesländern ist Sachsen-Anhalt mit 74,9 Prozent.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung liegt das Armutsrisiko in Deutschland bei 15,5 Prozent. Sowohl bei den Erwerbslosen als auch in der Gesamtbevölkerung sei die Gefahr, in Armut zu geraten, in den vergangenen 15 Jahren gestiegen. Als armutsgefährdet gelten in der Definition des Ministeriums Menschen, die weniger als 60 Prozent des entsprechend einer OECD-Richtlinie gewichteten mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Wer weniger als 40 Prozent zur Verfügung hat, gilt als arm.