Immer wieder gravierende Probleme
Trotzdem gab es zuletzt immer wieder gravierende Probleme - vor allem zulasten der Fahrgäste. Zunächst verzögerte sich etwa die Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Hamburg-Berlin um mehrere Wochen, weil der strenge Winter im Januar und Februar Bauarbeiten unmöglich machte. Nun stehen dort für die vollständige Inbetriebnahme der Leit- und Sicherungstechnik weitere Nachtarbeiten an, während derer wieder Sperrungen geplant sind. Auf der frisch sanierten Bahnstrecke war zuletzt zudem nur jeder vierte Zug pünktlich.
Verzögerungen gab es auch bei der Sanierung der Strecke Nürnberg-Regensburg, die Ende Juli mit einer Verspätung von drei Wochen wieder den Betrieb aufgenommen hat.
Palla kündigte Überprüfung an
Im Zusammenhang mit dem Niedrigwasser im Rhein kritisierte Verkehrsminister Bilger jüngst zudem den Zeitpunkt einzelner Sanierungen: Seit Juli wird die rechte Rheinstrecke zwischen Troisdorf nahe Köln und Wiesbaden saniert, die Bauarbeiten sollen noch bis Dezember laufen. So fehlen Kapazitäten, um Gütertransporte vom Schiff auf die Schiene zu verlagern. Bilger sprach von sehr ungünstigen Umständen.
Bahnchefin Palla sah sich Anfang Juli angesichts der Probleme und der wachsenden Kritik veranlasst, eine Überprüfung des Korridorkonzepts anzustoßen. Die Pläne sollen in den kommenden Wochen konkreter vorgestellt werden.