Bauarbeiten für besseren Hochwasserschutz

Im Markt Thurnau wird nach wie vor fleißig gebaut. Derzeit lässt die Gemeinde eine neue Wasserleitung und ein Regenrückhaltebecken am Ende der Badersbergstraße errichten.

Nein, es geht nicht um ein Neubaugebiet, wie viele Bürger vermuten. Thurnaus Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) wurde schon mehrfach darauf angesprochen. Im Gespräch mit dieser Zeitung stellt er klar: "Wir haben im Moment zwei größere Bauvorhaben. Das ist einmal eine Wasserleitung von einem Wohnbaugebiet zum anderen und zudem ein Regenrückhaltebecken."

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In dem Wohngebiet Eichenbühl und Dr.-Pollmann-Straße verläuft derzeit nur ein Wasserkanal. Dieser sei "nicht besonders groß dimensioniert", so Bernreuther und daher komme es immer wieder zu Druckschwankungen. "Das konnte soweit gehen, dass es zu Aussetzern beim Duschen kam." Bei einem größeren Schaden an der Leitung hätte es bislang keinen Ersatz gegeben. Nun werde eine weitere Leitung vom Hegnig in das Wohngebiet gelegt und mit der vorhandenen zusammen geschlossen. Dazu wird sie unter der Staatsstraße weitergeführt. "In 14 Tagen soll es soweit sein", sagte Bernreuther und wies darauf hin, dass die Anlieger dann zirka drei Stunden kein Wasser hätten. Die betroffenen Haushalte würde jedoch noch einmal gesondert informiert. Die Kosten belaufen sich auf 130.000 Euro.

Das Regenrückhaltebecken unterhalb des Badersbergs soll rund 100.000 Euro kosten. Bei Starkregen sei das Wasser bislang unkontrolliert Richtung Nürnberger Platz abgelaufen. Bei einem 100-jährlichen Hochwasser wäre die Kasendorfer Straße überflutet. Nun soll das Becken für eine Entlastung sorgen. "Wir versuchen unser Bestmöglichstes, damit wir das Wasser nicht bis in die Ortsmitte zum Marktplatz fließt." Bis November sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Vorher will die Gemeinde bereits die neue Bushaltestelle einweihen. Die Baufirma hatte so viel zu tun, dass sie nicht bis zum Beginn des neuen Schuljahres fertig wurde.ue