Bau der zwei neuer Anlagen bei Neuhof liegt im Zeitplan Windtürme wachsen aus Wald heraus

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Schon von weitem sieht man die beiden Türme langsam aus dem Wald herauswachsen, aber noch sind die Baukräne höher. Der bestehende Windpark Creußen-Neuhof, an dem bereits drei Windanlagen stehen, wird um zwei Windräder erweitert.

Die Bauarbeiten an den beiden neuen Windrädern bei Neuhof sind im Zeitplan. In dieser Woche soll das erste Maschinenhaus angebracht werden. Foto: Frauke Engelbrecht Foto: red

Bauherr ist die Baywa renevable energy Wind GmbH, mit Sitz in München. Es werden zwei Windenergieanlagen der Firma Nordex des Typs N 117 gebaut. Die beiden Windräder haben jeweils eine Leistung von 2,4 MW. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Mitte Mai geplant. Seit Mitte März werden je 35 Betonhalbschalen mit einem Schwertransport zur Baustelle mitten im Wald angeliefert. Dafür wurden entlang des Weges durch Creußen an der Neuhofer Straße sowie in Neuhof selber zahlreiche Halteverbotsschilder aufgestellt.

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141 Meter Nabenhöhe

„Wir liegen bis jetzt gut im Zeitplan“, sagt der Projektmanager der Baywa, Markus Lurz, auf Kurier-Nachfrage. Bis jetzt sind die Türme rund 80 Meter hoch, die Nabenhöhe soll am Ende 141 Meter betragen. In dieser Woche wird beim oberen Windrad das Maschinenhaus, das schon vor Ort ist, angebracht. Nächste Woche geschieht das dann bei der unteren Windanlage.

Noch nicht geliefert sind die Rotorblätter, sagt Lurz. Hier kommt es zu Verzögerungen, da die Polizei, die die Schwertransporte aus Norddeutschland abschnittsweise begleiten soll, bislang keine Zeit hatte. „Dieses Problem haben wir beim Bau von Windkraftanlagen aber öfter“, stellt der Projektmanager fest.

Archäologische Untersuchungen

Mit sechs Wochen sehr umfangreich waren die Vorarbeiten, sagt er. Es mussten aufwendige archäologische Untersuchungen gemacht werden, da auf dem Gelände einmal eine Ringanlage bestanden hat. „Bestimmte Teile waren dann einfach Tabubereiche“, erklärt Lurz. Außerdem musste die Zufahrt zur Baustelle noch errichtet werden. So wurden streckenweise die Wege, die sich zum Teil auf Privatgrund befinden, auf vier Meter verbreitert, damit sie von den Schwertransportern befahren werden können. Außerdem wurden die Radien der Kurvenbereiche ausgebaut. „Dies wird aber alles nach Ende der Maßnahme wieder zurückgebaut“, bestätigt der Projektmanager. Ebenso werde das abgeholzte Waldgelände, ein Wirtschaftswald, wieder 1:1 aufgeforstet. „Das ist ja Vorschrift“, sagt Lurz.

Nachdem die Maschinenhäuser und Rotorblätter angebracht sind, werde alles entsprechend installiert. Es ist geplant, dass sich die Rotoren um den 20. Mai das erste Mal drehen werden.

Noch kein Betreiber

Noch nicht geklärt ist, wer der Betreiber der Anlagen sein wird. Neben der Raiffeisen Energiegenossenschaft Creußen gebe es noch einen weiteren Interessenten, so Lurz. Der Energiegenossenschaft waren die beiden Anlagen zum Kauf angeboten worden. Ursprünglich war eine Vertragsunterzeichnung für Ende vergangenen Jahres angedacht gewesen. „Die erste Prüfung der Unterlagen hat ergeben, dass das Projekt sowohl vom Konzept, wie auch von den zu erwartenden Zahlen interessant ist“, so Harald Mild, Projektmanager der Genossenschaft. Die Kaufverhandlungen konnten bisher aber noch nicht erfolgreich beendet werden, so Mild.

Aufgrund neuer Windgutachten sei eine Überarbeitung der Kalkulation nötig geworden. Da das Ergebnis auch Auswirkungen auf die Konditionen des Kaufvertrags hat, müsse dieser nun auch entsprechend angepasst werden. Sowohl Mild als auch Lurz gehen davon aus, dass die Verhandlungen bis zur Inbetriebnahme abgeschlossen sind.

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