BAT: 200 neue Arbeitsplätze in Ungarn

Von Katharina Wojczenko

In Bayreuth baut der Konzern British American Tobacco etwa 950 Stellen ab. Bis Ende 2017 soll ein Großteil der Produktion nach Polen, Rumänien, Kroatien und Ungarn verlagert werden. Jetzt gibt der Konzern bekannt, dass er im ungarischen Pécs 150 bis 200 neue Arbeitsplätze schaffen will.

Im Dezember 2014 waren Ungarn und die BAT nicht so eng: Fahrzeuge des Tabak-Riesens blockierten damals in der Hauptstadt eine Straße, um gegen die Arbeitspolitik der Regierung zu protestieren. Organisiert hatte das LIGA (Demokratische Liga unabhängiger Gewerkschaften). Archivbild: dpa Foto: red

BAT investiert dafür 9,5 Millionen Euro (3 Milliarden Forint) in Südungarn. Das erklärte Außenminister Péter Szijjártó bei einer Pressekonferenz in Budapest. Er bezeichnete diese Investition als neuerlichen Erfolg in der ungarisch-britischen Wirtschaftskooperation.

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Zudem verhandelt die Nationale Investitionsagentur (HIPA) mit sieben britischen Unternehmen über weitere Investitionen in Ungarn, berichten die "Budapest Zeitung" und die "Daily News Hungary".

Regierung und Stadt wollen BAT helfen

Die BAT ist einer der größten Investoren und Arbeitgeber des Landes. Seit 1992 habe die Unternehmensgruppe in Ungarn mehr als 57 Milliarden Forint (181 Millionen Euro) investiert, sagte Richard Widmann, der bei der BAT für Zentraleuropa verantwortlich ist. Nach der Aufstockung werden bei der BAT Pécsi Dohánygyár 800 Menschen arbeiten. Die 150 bis 200 neuen Arbeitsplätze sollen laut Information der BAT bis Mitte 2018 geschaffen sein.

Wie in Bayreuth wird die öffentliche Hand dem Konzern auch in Ungarn beim Thema Mitarbeiter unter die Arme greifen - wenngleich auf andere Weise: Die Regierung und die Stadt werden bei der Suche nach Fachkräften beziehungsweise deren Ausbildung behilflich sein, sagte Außenminister Szijjártó.

Er betonte, dass in der gegenwärtigen Lage für eine Investition nicht nur das Fördersystem und das fiskale Umfeld wichtig seien, sondern auch die Sicherheit.

CSU, SPD und Freie Wähler fordern Hilfe vom Freistaat

Praktisch zeitgleich haben die CSU, die SPD und die Freien Wähler im Bayerischen Landtag die Staatsregierung mit Dringlichkeitsanträgen aufgefordert, die Bayreuther BAT-Mitarbeiter und die Stadt massiv zu unterstützen - auch mit EU-Mitteln.

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