Auf der Tribüne vergoss Vater Sasa Tränen der Freude, auf dem Feld lächelte Sohnemann Luka vor Glück. Die Emotionen nahmen ihren Lauf am Mittwochabend bei der Familie Doncic, in der Lanxess-Arena von Köln. Zum Abschluss der Vorrunde sicherte sich Slowenien den Gruppensieg, doch was heißt Slowenien in diesen Tagen? Der Wahnsinn hat einen Namen: Luka Doncic. Erst besiegte der 23-Jährige Deutschland mit 37 Punkten fast im Alleingang, keine 24 Stunden später wiederholte er dieses Kunststück gegen Frankreich – und setzte noch einen drauf: 47 Punkte. Das ist die zweithöchste Marke in der langen EM-Historie, übertroffen nur von einem Belgier namens Eddy Terrace, der in den Annalen von 1957 einmal sogar 67 Zähler aufweist – gegen Albanien allerdings. Doch was Doncic im blauen Trikot der Slowenen (nicht dem seines Clubs Dallas Marvericks) ablieferte, war schon unmenschlich.