Als Cheftrainer war Mumbru aber weiter beim Team und in die Vor- und Nachbereitung eingebunden. Die Mannschaft versammelte sich bei einer Medienrunde geschlossen hinter dem Nachfolger von Weltmeister-Coach Gordon Herbert und stärkte dem sichtlich angeschlagenen Spanier so den Rücken.
Ibrahimagic trägt die Verantwortung
Während des Spiels war es Ibrahimagic, der das Team coachte. Mumbru saß hinter ihm auf der Bank und verfolgte das Spiel im Sitzen. Nur gelegentlich stand der Spanier auf, um ein paar Anweisungen zu geben.
Der Trubel in den Tagen von Riga schien dem Team nicht gutgetan zu haben. Richtiger Spielfluss wollte auch im zweiten Viertel keiner aufkommen. Doch immerhin kämpfte sich der Weltmeister zurück und machte einen 13-Punkte-Rückstand wett. Zum 39:39 gelang Schröder der Ausgleich, zur Halbzeit lag Deutschland dennoch mit sechs Punkten zurück. Doncic hatte nach 20 Minuten bereits 22 Punkte gesammelt.
Spektakulärer Wurf von hinter der Mittellinie
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kassierte Doncic schnell sein viertes Foul. Doch Profit schlagen konnte Deutschland daraus zunächst weiter nicht. Schröder und Co. wirkten hektisch, fanden nie zu ihrem schnellen Spiel. Der Weltmeister lief immer weiter einem Rückstand hinterher.
Mit der Schlusssirene des dritten Viertels gelang Tristan da Silva mit einem spektakulären Wurf von hinter der Mittellinie ein Dreier, durch den Rückstand vor dem Schlussabschnitt auf vier Punkte schmolz (70:74). „Das war definitiv ein sehr wichtiger Augenblick für uns“, sagte Ibrahimagic.
Nun war das deutsche Team endlich hellwach. Im Schlussviertel wirkte der Gold-Favorit gelöst und drehte das emotionale Duell mit dem Europameister von 2017.