Seriensieger "Fühlt sich wahnsinnig an": Alba feiert Basketball-Titel

Albas Spieler bejubeln den Meistertitel. Foto: Oryk Haist/dpa

Der dritte Titel in Serie: Alba Berlin ist derzeit das Nonplusultra im deutschen Basketball. Manager Baldi ist zufrieden, die Spieler feiern erst in der Arena - und später auf dem Heimweg.

München - Der Audi Dome wurde kurzerhand zum Partydome. Während die Basketball-Profis des FC Bayern München ihre eigene Spielstätte längst geknickt verlassen hatten, feierten die alten und neuen Meister von Alba Berlin den elften Bundesliga-Titel mit rund 150 mitgereisten Fans.

Bier- und Wasserduschen während der Interviews, Wechselgesänge mit den Anhängern und die Vorfreude auf eine lange und ausgelassene Nacht prägten die Szenerie in München, wo sich die Albatrosse zuvor mit einem 96:81-Sieg zum dritten Mal in Serie zum Meister gekrönt hatten.

Manager: Mit Konstanz und Dominanz

"Es ist schon fast bewegend, dass wir mit unserer Art dreimal hintereinander ganz vorne sein können. Der Titel ist fantastisch, aber im Finale ganz bis zum Ende dabei zu sein, bedeutet auch eine große Konstanz. Das ist sehr schwierig im Spitzensport", sagte Manager Marco Baldi, der explizit auf fünf Finalteilnahmen in Serie verwies. Diesmal war Albas Dominanz besonders beeindruckend: 20 der letzten 21 Saisonspiele wurden gewonnen, die Playoffs mit 9:1-Siegen beendet und auch der Dauerrivale aus dem Süden klar mit 3:1 im Finale bezwungen.

"Es war eine unglaubliche Saison. Ich freue mich unglaublich, dass wir es geschafft haben. Wir haben einwandfrei eine Reaktion gezeigt", sagte Nationalspieler Johannes Thiemann, der nach einer starken Leistung zum wertvollsten Spieler des Finals gewählt wurde. Mit der spontanen Feierei auf dem von goldenem Konfetti bedeckten Parkett sollte es aber noch lange nicht gut sein. Baldi kündigte eine krachende Zugparty auf dem Heimweg von München nach Berlin an.

Bayern nach XXL-Saison geschwächt

Bayern blieb bei den Feierlichkeiten nur eine Zuschauerrolle. Das Team von Trainer Andrea Trinchieri war nach einer XXL-Saison mit über 80 Spielen merklich ausgezehrt - am Ende fehlten zudem gleich vier Schlüsselspieler, der personelle Aderlass war einfach zu groß. 

"Wir haben es geschafft, mehr fitte Spieler zu haben – ich weiß nicht, ob das Glück ist oder nicht. Sich belohnen zu können, ist eine tolle Sache", sagte Albas Aufbauspieler Maodo Lo. Der Titel fühle sich "wahnsinnig" an, beschrieb Lo. Bayern-Präsident Herbert Hainer tröstete die Münchner Profis nach dem Spiel und vor der anschließenden Zeremonie. In der nächsten Spielzeit dürfte das Dauerduell Alba vs. Bayern weitergehen.

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