HWK hat Verständnis
Während das Thema von den Mitgliedsunternehmen an die Industrie- und Handelskammer laut stellvertretendem Pressesprecher Michael Zeisel noch nicht herangetragen wurde, weiß Thomas Koller, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, durchaus von unzufriedenen Unternehmern. Dennoch zeigt er Verständnis für die Banken: "Man darf nicht verkennen, dass die Bankenlandschaft unter anderem wegen der Null- und Negativzinsen immer mehr unter Druck gerät. Das gilt vor allem auch für die klassischen Partnerbanken des Handwerks, die Sparkassen und VR-Banken. Deshalb ist es okay, wenn man Kosten nicht mehr in Mischfinanzierung versteckt, sondern offen benennt und dann auch erhebt. Da ist von den Banken noch mehr Transparenz gefordert." Weil es diese Art von Gebühren bislang nicht gab, sei der Aufschrei natürlich groß. "Wir raten unseren Betrieben: Sprecht mit eurer Bank, verhandelt darüber, was sich machen lässt." Wenn es aber aus Sicht des Handwerkers zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis komme, dann müsse er sich eine neue Bank suchen. "Schließlich herrscht auch in dieser Branche Angebot und Nachfrage."