Der zweite Brandschaden war dann bei einer Begehung der Strecke am Freitag rund zwei Kilometer entfernt entdeckt worden. Man gehe davon aus, dass auch dieser Brandsatz ebenfalls am Donnerstag gezündet worden sei, hieß es bei der Polizei. Strafrechtlich werte man das Deponieren der Brandsätze daher als eine Tat mit zwei Tatorten.
Welche Ausweichmöglichkeiten für Reisende gibt es?
Die Bahn hatte einen Bus-Pendelverkehr eingerichtet und leitete den Fernverkehr über Dortmund und Wuppertal um. Zudem wurden Bauarbeiten an einer parallel verlaufenden Güterstrecke in Duisburg-Wedau kurzfristig unterbrochen, um über diese Strecke einen Teil des Verkehrs abwickeln zu können. An den Hauptbahnhöfen in Duisburg und Düsseldorf strandeten dennoch viele Reisende. Es kam zu vielen Zugausfällen und Verspätungen.
Zahlreiche Linien betroffen
Die beschädigten Kabel sorgten für Störungen im Nah- und Fernverkehr. Betroffen seien die ICE-Linien nach Berlin und Frankfurt am Main ebenso wie die Verbindungen in Richtung Norddeutschland, Süddeutschland und in die Niederlande, teilte die Bahn mit. Im Nahverkehr waren zahlreiche Linien betroffen, wie das Portal zuginfo.nrw meldete. Darunter war auch die Anreise zum Düsseldorfer Flughafen, der zwischen den beiden Hauptbahnhöfen liegt.
Immer wieder Anschläge auf Bahnstrecken
Sollte es sich um einen linksextremistisch motivierten Anschlag auf Anlagen der Deutschen Bahn handeln, wäre dies nicht das erste Mal.
So hatten etwa im Jahr 2018 Linksextremisten Signalkabel entlang derselben Strecke zwischen Düsseldorf und Duisburg zerstört, um gegen Abschiebungen vom Düsseldorfer Flughafen zu protestieren. Vor dem G20-Gipfel in Hamburg 2017 legten Personen aus der linksextremistischen Szene Feuer in Bahnanlagen in gleich mehreren Bundesländern. Schon Jahrzehnte vorher kam es immer wieder zu Anschlägen.